Heiße Geschäfte

Die arabische Welt erlebt durch den Petrodollar-Segen derzeit einen ungeheuren Bauboom. Österreichs Unternehmen mischen kräftig mit.

Immer schneller wächst das höchste Gebäude der Welt in den Himmel. Der Burj Dubai soll spätestens 2009 zwischen 700 und 1.000 Meter hoch sein und das neue Stadtzentrum Downtown Dubai überragen. Österreich ist mittendrin. Denn Glas und Stahl liefert die Firma Seele
aus Gmunden, die Verschalungen kommen von Doka aus Amstetten. „Das kleine Österreich baut mit am höchsten Wolkenkratzer der Welt. Das macht einen schon sehr stolz“, sagt Wolfgang Penzias, Handelsdelegierter der WKO in Abu Dhabi.

Der Erdölreichtum beschert den arabischen Ländern ein ungeheures Potenzial. Dubai, das sich aus der Abhängigkeit vom Öl befreit hat, macht es mit den Projekten der Palmeninseln, den Wolkenkratzern und dem Inselprojekt „The World“ vor. Der dadurch ausgelöste Bauboom hat sich vom Emirat nun auch auf die anderen arabischen Länder übertragen. Saudi-Arabien, das 25 Prozent der Welterdölreserven kontrolliert, errichtet fünf neue Städte, neue Flughäfen sowie Eisenbahnanlagen. In Katar entsteht für 2,5 Milliarden Dollar die neue Inselgruppe „Perle Katars“, vor Bahrain wird für 1,2 Milliarden Euro das „Juwel Bahrains“, ebenfalls eine Inselgruppe, errichtet. Das Volumen an Projekten übersteigt derzeit eintausend Milliarden Dollar.

„Durch die bereits erfolgten Reformen wie Freihandelszonen ergibt sich für Unternehmer ein Riesenpotenzial“, sagt Delia Meth-Cohn, Expertin für Wirtschaftsanalysen und Editorial Director des Magazins „Economist“. Wer im Golf Fuß fassen will, kann jedoch nicht auf Telefon und E-Mail setzen. Meth-Cohn: „Persönliche Kontakte sind das Um und Auf. Ohne lokalen Partner ist dort vieles nicht möglich.“

Partner und Finanziers. Die Suche nach den richtigen Projektfinanziers gestaltet sich für heimische Firmen aber oft schwierig. Die Außenhandelsstellen der Wirtschaftskammer helfen dabei, ebenso wie auch die Raiffeisen Zentralbank (RZB), die Unternehmen in den arabischen Raum begleitet. „Wir stellen unser lokales Know-how zur Verfügung und stellen Kontakte zu unseren Korrespondenzbanken her“, sagt Karl Sevelda, Vorstand der RZB.

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