Heimspiel am Herd

Wie kochen heimische Haubenchefs in ihren vier Wänden? FORMAT zeigt die privaten Feuerstellen und Lieblingsstücke österreichischer Meisterköche. Ein bunter Streifzug zwischen Design und Einbau.

Von Montag bis Freitag herrscht im Kühlschrank des Kochs des Jahres gähnende Leere. „Da fehlt einfach die Zeit, um zuhause zu kochen“, erzählt Joachim Gradwohl, Chef de Cuisine im Restaurant Meinl am Graben. Lediglich an den Wochenenden erwacht die Wohnküche zu neuem Leben: Frische Zutaten landen in der alten Kupferpfanne, und mit Freunden wird bis spät in die Nacht gekocht, geschlemmt und gefeiert.

Ein ganz anderes Verhältnis zu seinem besten Stück im Haus hat der Mayerlinger Edelgastronom Heinz Hanner. Die private Küche nutzt der Molekularkoch beinahe täglich, aber ausschließlich, um seine Frau und sich selbst zu bekochen. „In meinem Küchenreich kommen nur frisches Gemüse, Fisch oder Vollkornnudeln auf den Teller“, predigt Hanner hinter seinem Induktionsherd, der neben dem obligatorischen Wok seit Jahren fixer Küchenbestandteil ist. Letztlich müssen Speisen vitaminschonend zubereitet werden.

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