Hartes Ringen um neuen OMV-Chef

Hartes Ringen um neuen OMV-Chef

Der austro-deutsche Ölprofi Bernhard Schmidt oder der Schweizer Wintershall-Manager Martin Bachmann sollen Gerhard Roiss an der Spitze von Österreichs größtem Unternehmen beerben. Bis zuletzt wurde gepokert. Das letzte Wort hat Finanzminister Hans Jörg Schelling.

Das Anforderungsprofil für den neuen Vorstandschef des 36-Milliarden-Euro-Umsatz-Unternehmens OMV war klar: Techniker, idealerweise akademischer Erdölexperte, international erfahren, politisch nicht punziert und möglichst deutschsprachig. Unter diesen Prämissen landete der gebürtige Salzburger Bernhard Schmidt auf Platz eins der Vorschlagsliste des mit der Nachfolgesuche von Gerhard Roiss betrauten Headhunters Korn Ferry. Schon am 11. Februar sagte Schmidt gegenüber FORMAT: "Ich traue es mir zu. Es gilt allerdings, viele Rahmenbedingungen und Baustellen zu klären.“ Zuletzt tauchte der Schweizer Geophysiker Martin Bachmann, aktuell im Vorstand der deutschen Wintershall, als Mitfavorit auf.

Diesen Mittwoch wurden die Weichen für die wichtigste Personalentscheidung des Jahres in der österreichischen Wirtschaft gestellt. Bei der nicht öffentlichen Vorbesprechung zur Syndikatssitzung zwischen den österreichischen und arabischen Eigentümervertretern der OMV wurde über beide Manager intensiv und lange diskutiert. Die Entscheidung fällt am Donnerstag bei einem Treffen von Finanzminister Hans Jörg Schelling, als oberstem Eigentümervertreter der Republik Österreich, und den mitbeteiligten Scheichs aus Abu Dhabi. Die endgültige Bestätigung des neuen Vorstands nimmt dann der am Freitag tagende Aufsichtsrat vor. Fix ist nur: Die Ära Roiss ist endgültig vorüber und der frühere OMV-Chef Wolfgang Ruttenstorfer wird keinesfalls neuer Aufsichtsratschef des Energieunternehmens. Er erhält vielmehr einen Kontrollsitz in der Telekom Austria.

Artikel aus FORMAT 13/2015
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