Handlungsbedarf vor allem für den KMU-Sektor

Die Bedeutung, die der Bereich Forschung für den Wirtschaftsstandort Österreich hat, steht parteiübergreifend außer Frage. Ein ambitioniertes Ziel für den Forschungsbereich ist daher im Regierungsübereinkommen festgeschrieben: die zehnprozentige Erhöhung der Forschungsmittel pro Jahr und eine Anhebung der Forschungsquote auf drei Prozent.

Die Herausforderungen liegen bei der langfristigen Finanzierungssicherheit, um Forschung im Unternehmenssektor weiter zu forcieren. Handlungsbedarf besteht vor allem im KMU-Sektor, wo wir eine deutliche Steigerung der Anzahl von Unternehmen mit eigenen Forschungsaktivitäten beziehungsweise in Kooperation mit Forschungseinrichtungen anstreben.

Gezielte Forschungsförderung bedarf einer optimalen Vernetzung und einer idealen Koordination der zuständigen Ministerien, der beteiligten Verbände und vor allem der interessierten Unternehmen. Eine gründliche Evaluierung bestehender Programme ist unumgänglich, um gewährleisten zu können, dass sie den Kriterien der Zeit entsprechen. Der viel zitierte „Förderdschungel“ soll transparenter gemacht werden, was einen zusätzlichen Anreiz für die Wirtschaft – speziell auch die KMUs – schafft, die Fördermittel tatsächlich auszuschöpfen. Auch hier muss der Servicegedanke für Interessierte im Vordergrund stehen. Konkret bedeutet das kurze Abläufe, klare Richtlinien der Vergabe und in erster Linie eine umfassende und verständliche Information über das zur Verfügung stehende Angebot. Dies bezieht sich selbstverständlich auch auf Förderungen auf Ebene der Europäischen Union.

Es gilt eine langfristige forschungspolitische Strategie zu formulieren, die über eine Legislaturperiode hinausgehen muss. Je besser alle Beteiligten in diesen Prozess integriert werden, umso erfolgreicher werden die Rahmenbedingungen für den Forschungsstandort Österreich im europäischen Vergleich.

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