Gusenbauers "rote Perspektiven": Welt befindet sich in "Post-Neoliberaler-Phase"

SPÖ-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer hält die intellektuelle Vorherrschaft des Neoliberalismus für beendet. Im Interview mit dem Wirtschaftsmagazin FORMAT sagt Gusenbauer, dass sich die Welt bereits in einer Post-Neoliberalen-Phase befindet. Mit dieser Ansicht sei er nicht allein: "Die Frage einer gerechteren Verteilung von Gütern in der Wirtschaft und Gesellschaft ist bei weitem nicht mehr eine Angelegenheit der politischen Linken, sondern eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung."

Allerdings würde es der Kanzler für einen Fehler halten, das Rad der Geschichte zurück zu drehen. Angesichts der Krise auf den Finanzmärkten spricht sich Gusenbauer für mehr Regulierung von Hedgefonds und Transparenzkriterien für Bankprodukte aus. Gusenbauer: "Es ist eine Rückkehr der öffentlichen Sache nach der Zeit des Turbokapitalismus, aber es ist nicht die Rückkehr zu alten Konzepten." Auf die Frage, welche Antworten die moderne Sozialdemokratie in der Post-Neoliberalismus-Phase zu bieten hat, sagt Gusenbauer: "Heute würde man sagen, nach dem Neoliberalismus kommt die solidarische Hochleistungsgesellschaft."

Von der geplanten Vermögenszuwachssteuer in Österreich erwartet sich Gusenbauer Steuereinnahmen in der Höhe von 400 bis 800 Millionen Euro pro Jahr. Allerdings hänge das noch von der genauen Ausgestaltung der Steuer ab. Gusenbauer: "Das ist jetzt eine Sache der Experten."

Lesen Sie die gesamte Story im FORMAT (13/08)!

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