Grünes Licht für Adeg-Übernahme: Rewe erhält die Genehmigung der EU-Kommission

Billa Aktiv. Am dritten Juni soll die EU grünes Licht für die Billa-Adeg-Fusion geben.

Am 3. Juni steht der EU-Entscheid über die mehrheitliche Übernahme der Adeg-Kette durch Rewe an. Wie FORMAT aus Brüssel erfuhr, wird die EU-Kommission so gut wie sicher grünes Licht erteilen – ohne eine weitere vertiefende Prüfung. Eine der Begründungen: Rewe und Spar seien in Österreich – abgesehen von den Diskontern – ohnehin fast ein Duopol. An dieser Situation würde sich wenig ändern. Die Rivalen, allen voran Spar und Nah&Frisch, rüsten sich schon zum großen Kampf. Beide wollen die EU-Entscheidung beim Europäischen Gerichtshof anfechten. Kritisiert wird auch, dass die Rewe zwei ehemalige ­Spitzenbeamte der zuständigen EU-Behörde als Berater engagiert hat. „Wir nehmen Fach­beratung für Wettbewerbsfragen in Anspruch“, heißt es bei Rewe dazu. Spar will auch über
die Preisdiskussion bei Lebensmitteln Druck machen. Studien, die weiter steigende Lebensmittelkosten für die Konsumenten infolge der Fusion von Rewe und Adeg behaupten, sind in Vorbereitung. Auch Sozialminister Erwin Buchinger, der öfters gegen die Konzentration im Lebensmittelhandel gewettert hat, will handeln, aber erst nach Vorliegen der EU-Entscheidung.

Kommentar
Oliver Greiner, Strategieberater bei Horváth & Partners.

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