Griechenland: Das Aus der Austerität?

Griechenland: Das Aus der Austerität?

Alexis Tsipras, neuer Ministerpräsident Griechenlands

Die Griechen haben eine Partei gewählt, die den Gegenpol zur bisherigen europäischen Krisenpolitik bildet. Für Europa kann das eine Wende bedeuten.

Alexis Tsipras, dem neuen Ministerpräsidenten Griechenlands, kann man bestimmt einiges vorwerfen. Eines aber nicht: einen zögerlichen Beginn. Nur wenige Stunden, nachdem die Wählerstimmen am Montag ausgezählt waren, war die Koalition seines Linksbündnisses Syriza mit den Rechtspopulisten beschlossen und Tsipras wurde angelobt. Schon am nächsten Tag stand das Regierungsteam. Für europäische Partnerländer wie Belgien, das nach seiner Wahl im Jahr 2010 exakt 541 Tage zur Regierungsbildung brauchte, muss Tsipras’ Antritt in Griechenland wie ein Raketenstart wirken. Mit ähnlich großer Spannung wie ein Raketenstart war der Machtwechsel auch erwartet worden.

Der Linkspolitiker hat in den vergangenen Monaten schließlich mehr als nur angedeutet, eine Wende anzustreben. Für Griechenland, aber auch für Gesamteuropa. Er wetterte gegen die Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds, gegen die radikale Sparpolitik, die Griechenland, aber auch Europa tief in die Depression geführt habe. Viel deutlicher, als sich das der italienische Ministerpräsiden Matteo Renzi oder der französische Präsident François Hollande, beides Sozialdemokraten, je trauten, wetterte Tsipras gegen das Europa der vergangenen Jahre, für das gesichtsgebend die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel steht.

Mehr zur aktuellen Lage und Entwicklung in Griechenland in unserem Themen-Special: "Griechenland

Lesen Sie den ganzen Artikel in FORMAT Nr. 5/2015
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