Gourmet News: Die wichtigsten Projekte

Während eben erst der neue „Falstaff-Gourmetguide“ mit Österreichs besten Restaurants erschienen ist, planen viele Starköche und Gastronomen schon wieder ganz neue Projekte. FORMAT bringt die wichtigsten.

Beständigkeit an der Spitze: Auch heuer wieder gewann das Steirereck Stadtpark die Publikumswertung im diese Woche erschienen „Falstaff-Gourmetguide“. Damit wurde der populäre Feinschmecker­tempel zum zweiten Mal hintereinander von den Gästen zum besten Restaurant des Landes gewählt. Mit ein Grund für den dauerhaften Erfolg: der perfekt funktionierende Service.

Jetzt will sich einer aus dieser gefeierten Truppe selbständig machen. Kellnerveteran Herbert Schmidt, vielen Stammgästen als „Käse-Schmidt“ bekannt, bereitet seit Herbst des Vorjahres zusammen mit dem Riesenrad-Geschäftsführer Peter Petritsch ein neues Restaurant im Wiener Prater vor. Das Lokal soll „Zum Eisvogel“ heißen, in Erinnerung an ein Wirtshaus, das an dieser Stelle bereits 1805 existierte und damals sogar Wiens berühmteste Gaststätte war. Deshalb soll dort auch in Zukunft wieder eine traditionelle Wiener Küche serviert werden, mit Paprikahenderl, Rindsrouladen, Kümmelbraten und Kalbsbeuschel. Geplanter Eröffnungstermin: 26. April 2008.

Einiges an Neuigkeiten hat auch Gastronomie-Tausendsassa Toni Mörwald zu bieten. Ihm ist es gelungen, den zuletzt etwas unterbeschäftigten Starkoch Jörg Wörther nach Wien zu holen. Das populäre Küchengenie soll ab nächster Woche jeden Dienstag im Ambassador mit zwei Menüs (mittags um 95,–, abends um 165,–Euro) für ein kulinarisches Feuerwerk ­sorgen. „Der Jörg kniet sich total hinein“, schwärmt Mörwald, „ich hab selten je­manden gesehen, der sich so perfekt vorbereitet.“ Seit Tagen soll Wörther bis spät in die Nacht über den Menüfolgen brüten, allein die inzwischen abgeschlossene Suche nach einem geeigneten Geschirr erwies sich als Mammutaufgabe.
Mörwald will aber auch das zwischenzeitlich stillgelegte Restaurant im Schloss Grafenegg wieder eröffnen. Dazu ließ er die Räumlichkeiten etwas renovieren, als Küchenchef hat er Thomas Törpel verpflichtet, der derzeit noch im Hotel Vital Royal in Seefeld am Herd steht und in früheren Zeiten im Berliner Adlon und im Wiener Sacher gekocht hat. Eröffnungstermin: 2. Mai.

Auch in der Steiermark steht heuer noch eine interessante Neueröffnung bevor. Didi Dorner, derzeit Villa Falkenhof in Irdning, erhielt im neuen „Falstaff-Gourmetguide“ 93 Punkte und wurde damit erstmals Steiermark-Sieger. Dorner wird die Villa aber schon bald verlassen. Ende Juni soll nämlich ein paar Kilometer weiter das Landhaus Steinach eröffnet werden, wo Dorner als Küchenchef vor­gesehen ist. Ein neuer Finanzier will dem unangepassten Küchenexzentriker auf einer Fläche von 659 Quadratmetern ein be­achtliches Betätigungsfeld bieten: mit drei Restaurants, Vinothek, Bar und Appartements. Das Herzstück soll „Didi Dorners Restaurant“ heißen. Großes hat auch Mario Plachutta vor. Noch heuer will er die erst kürzlich er­worbene Paulanerstube und das Königs­bacher nahe der Kärntner Straße zu einem rie­sigen Edelwirtshaus umbauen lassen. Der gesamte Betrieb wird rund 800 Quadratmeter groß sein, mit 180 Sitzplätzen im Inneren, dafür will Plachutta rund zwei Millionen Euro investierten. Sein Motto dabei: „Wir wollen dort keine alte Suppe aufwärmen, sondern den Namen Plachutta ganz neu interpretieren.“

Von Herbert Hacker

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