Gipfel der Isolation

„Wachstum und Verantwortung“ ist das Motto des G8-Gipfels im deutschen Heiligendamm nächste Woche. Über das Erweitern und Aussperren.

Alle wollen nur das Beste für die Welt. Die Staats- und Regierungschefs der sieben größten Industrienationen und Russlands (G8) genauso wie nichtstaatliche Organisationen wie Attac und Amnesty International. Ihre Wege und Mittel, diese „beste Welt“ zu schaffen, könnten aber unterschiedlicher nicht sein.

Von Mittwoch bis Freitag kommender Woche tagen 2.000 Politiker und Berater der G8 unter der diesjährigen deutschen Präsidentschaft im mondänen Ostseebad Heiligendamm. Das Motto: „Wachstum und Verantwortung“.

Schon jetzt liefern sich Globalisierungsgegner, unterstützt von der linksautonomen und gewaltbereiten Szene, Straßenschlachten mit der Polizei; zuletzt in Hamburg beim Treffen der Außenminister Asiens und der EU. Weitere Demonstration und ein Alternativ-Gipfel im nahe gelegenen Rostock folgen.

G8-Präsidentin Angela Merkel hat in den Mittelpunkt der Beratungen drei große Themen gestellt: die Weltwirtschaft und damit verbunden den Klimawandel sowie die Entwicklung in Afrika. Weil in allen drei Bereichen die großen Schwellenländer immer mehr Einfluss bekommen, hat die deutsche Kanzlerin die Vertreter von China, Indien, Südafrika, Brasilien und Mexiko für den Freitag zum Treffen eingeladen.

Eine Erweiterung der G8, bestehend aus USA, Kanada, Japan, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Russland, auf 13 Staaten lehnt Merkel ab. Sie will allerdings unter dem Namen „Heiligendamm-Prozess“ ein auf Dauer angelegtes Dialogforum mit den großen Schwellenländern schaffen.

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