"Gewaltige Verschiebung“

"Gewaltige Verschiebung“

Fondsmanager Klaus Kaldemorgen

Klaus Kaldemorgen, Fondsmanager der Deutsche-Bank-Tochter AWM, rechnet heuer mit kräftigen Börseturbulenzen, rät aber trotzdem zu soliden Aktien.

Format: Für Anleger war der Jahresbeginn außerordentlich positiv. Viele europäische Börsen liegen zweistellig im Plus. Was ist passiert?

Kaldemorgen: Es findet eine gewaltige Plattenverschiebung weg von den amerikanischen Börsen hin zu den europäischen statt. Bei den Anleihen geht es dafür gerade in die andere Richtung.

Warum sind Europa-Aktien plötzlich wieder so gefragt?

Das hat sich schon im letzten Jahr angebahnt. Die Gewinnerwartungen sind gestiegen, unter anderem wegen der besseren Exportchancen in den Dollar-Raum. Die kaum noch vorhandenen Zinsen im Euroraum eröffnen zudem ein höheres Bewertungsniveau am Aktienmarkt.

Safety first. Beim Mischfonds DWS Concept Kaldemorgen (ISIN: LU0599946893) achtet der Fondsmanager Klaus Kaldemorgen vor allem auf die Begrenzung des Risikos. Der Fondswert soll selbst im Falle eines Börsencrashs maximal zehn Prozent im Jahr verlieren. Trotzdem hat der Vermögensverwaltungsfonds seit Start im Mai 2011 einen Gesamtgewinn von 32 Prozent erzielt. Die wichtigsten Ertragsquellen sind Aktien, Anleihen und Währungen.

Zur Person. Klaus Kaldemorgen, 62, arbeitet seit 1982 bei der Deutschen Asset and Wealth Management, der Fondstochter der Deutschen Bank, die früher unter dem Namen DWS auftrat. Der studierte Volkswirt gilt als einer der erfahrensten Fondsmanager Deutschlands und wurde kürzlich vom renommierten Anlegermagazin "Euro“ mit dem Titel des Fondsmanagers des Jahres 2015 ausgezeichnet.

Lesen Sie den ganzen Artikel in FORMAT Nr. 11/2015
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