Gesundheitsökonom Köck hält 3 Milliarden Euro für realistisch: "Gelder umschichten"

Die Ankündigung von ÖVP-Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky, noch in dieser Legislaturperiode fast drei Milliarden Euro bei den Gesundheitsausgaben einsparen zu wollen, ist auf breiten Widerstand gestoßen.

Der Gesundheitsökonom Christian Köck, ehemaliger Sprecher des Liberalen Forums, hingegen hält die angepeilte Summe im Gespräch mit FORMAT (Freitag-Ausgabe) für realistisch. Allerdings nur dann, wenn es sich nicht um Einsparungen, sondern um Umschichtungen zur Effizienzsteigerung handelt:

"Seit Jahrzehnten wird in Österreich davon gesprochen, dass durch die Beseitigung von Doppelgleisigkeiten im Gesundheitsbereich zu holen sind. Die zuständigen Minister haben allerdings in dieser Frage keine Kompetenz und scheitern an den Landeschefs." Als Beispiel für Österreich - Spitzenreiter bei den Pro-Kopf-Krankenhausaufenthalten - nennt Köck Norwegen: Dort gebe es deutlich weniger Krankenhäuser, die Erstversorgung finde ausschließlich bei den niedergelassenen Ärzten statt.

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