Geschäftsmodell Life Ball

Zum 15. Mal findet am 26. Mai der Life Ball in Wien statt. 250 Sponsoren präsentieren sich auf dem größten europäischen Charity-Event.

Mehr als 900 freiwillige Helfer dirigiert Christian Chytil Jahr für Jahr am Life Ball. Mit seiner Catering- und Event-Agentur impacts schaukelt er dort die gesamte Logistik, wobei er unbezahlt zum Beispiel 180 Kellner, 80 Köche und 30 Hostessen einsetzt. Bei den Einstellungsgesprächen kommt sich der 31-jährige bisweilen wie ein Psychologe vor. Gilt es doch zu erfragen, warum es sich die zahlreich anstürmenden Helferlein antun wollen, zwölf Stunden lang unentgeltlich Gläser abzuwaschen oder Kübel mit Eiswürfeln durchs Rathaus zu schleppen.

Geht es ihnen wirklich bloß um den Charity-Effekt der heuer am 26. Mai zum 15. Mal über die Bühne gehenden Veranstaltung für Aidskranke und HIV-Positive, oder will sich da einer bloß die 150 Euro Eintritt zu dem schillernden Spektakel ersparen? Dass die Arbeit dort kein Spaß ist, beweist schon der Vertrag, den die letztlich angeheuerten Freiwilligen unterschreiben müssen. Alkoholkonsum und Nichteinhaltung der Dienstzeiten ahndet Chytil mit 300 Euro Pönale.

Chytil weiß ganz genau, warum er als einer von heuer 250 Life-Ball-Sponsoren seine Leistung im Gegenwert von 180.000 Euro völlig unentgeltlich erbringt. Das karitative Moment ist für ihn wichtig, aber dazu kommt eine starke ökonomische Motivation: Internationale Prominenz versammelt sich, 60 TV-Stationen und 500 internationale Journalisten berichten, womit der größte Charity-Event Europas der Bundeshauptstadt so viel Aufmerksamkeit bringt wie sonst nur der Opernball oder die Übertragung des Neujahrskonzerts.

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