Gepflegte Prämien

Die Pflegeversicherung war bisher ein Randthema. Die Diskussion rund um illegale Pfleger führte zu einem Boom. FORMAT zeigt, wie man für den Pflegefall richtig vorsorgt.

Die Telefonapparate der Versicherungskonzerne klingeln derzeit pausenlos. Einen derartigen Anfrage-ansturm wie in den letzten Tagen gab es sonst nur bei veritablen Naturkatastrophen. Elisabeth Stadler, Vorstandsdirektorin der Uniqa Versicherung: „Seit zwei Wochen haben wir täglich mehrere hundert Anrufe. Um die Gespräche zu bewältigen, haben wir eine eigene Hotline eingerichtet.“

Ursache ist das rasant gestiegene Interesse für ein bisher eher mäßig nachgefragtes Vorsorgeprodukt: die private Pflegeversicherung. Pate für diesen Hype stand ausgerechnet die Politik. Die Parteien haben die Meldungen über illegales Pflegepersonal (FORMAT 26/06) zum Wahlthema Nummer eins erkoren. Die dadurch alarmierte Bevölkerung sucht jetzt nach Lösungen.

3.000 Abschlüsse in 14 Tagen. Mit der Einführung des staatlichen Pflegegeldes im Jahr 1993 und der Erkenntnis, dass dieser Zuschuss für die meisten Pflegefälle nicht ausreichen werde, haben einige Versicherungen mit der privaten Pflegevorsorge ein gewinnbringendes Geschäft gewittert. Bis vor kurzem gab es aber nur vier Anbieter von reinen Pflegeprodukten (Wiener Städtische, Uniqa, Generali und Oberösterreichische Versicherung). Und die haben bis Mitte 2006 gerade einmal 25.000 solcher Polizzen generieren können. Allein in den vergangenen zwei Wochen wurden aber laut Branchenkennern 3.000 neue Kontrakte unterzeichnet.

Auf den anrollenden Verkaufsexpress sind jetzt zwei weitere Anbieter aufgesprungen: die Quelle-Versicherung sowie die s-Versicherung, die am 11. September startet. Die Uniqa überarbeitet derzeit ihr bisheriges Produkt und kommt Ende Oktober mit einem völlig neuen Angebot auf den Markt. FORMAT zeigt, was Sie vom Staat an Pflegegeld erwarten können und was private Vorsorge kostet.

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