Geldwäscheskandal in Wien aufgedeckt: Geschäfte im Umfeld der Familie Pinochet

Die Staatsanwaltschaft Wien ermittelt unter der Aktenzahl 14 St 131/08w wegen des Verdachts der Geldwäscherei in der Bank Austria. Dies berichtet das Wirtschaftsmagazin FORMAT in seiner neu erscheinenden Ausgabe.

Mehrere Millionen Euro sollen in den vergangenen zehn Jahren über ein Bank-Austria-Konto mit der Nummer 10228-176-200 etwa nach Caracas, Hongkong oder Zürich transferiert worden sein. Kontoinhaber ist der gebürtige Wiener Alfred D., der laut FORMAT im Auftrag einer gewissen Lilia Troncoso Assen de Joy-Way agierte. Zum Ehegatten von Joy-Way heißt es in einem FORMAT exklusiv vorliegenden Bank-Austria-Dossier vom 10. April 2008: "Herr Victor Joy-Way Rojas, ehemals Premierminister von Peru, sitzt derzeit eine Gefängnisstrafe wegen Bestechung, illegaler Bereicherung und Steuerbetrug ab. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Gelder aus diesen Straftaten stammen."

Verschiebungen über Bank Austria
Auch Gelder aus dem Umfeld des verstorbenen chilenischen Ex-Diktators Augusto Pinochet sowie von Perus Ex-Staatschef Alberto Fujimori sollen über das "Kundenzentrum am Hof" der UniCredit-Tochter Bank Austria verschoben worden sein. Der Verdacht würde sich laut FORMAT aus dem Bundeskriminalamt vorliegenden Transaktionslisten ergeben. Bank-Austria-Sprecher Tiemon Kiesenhofer will das weder bestätigen noch dementieren: "Kein Kommentar zu einem laufenden Verfahren." Auch der Sprecher der Staatsanwalt Wien, Gerhard Jarosch, will sich zu Inhalten nicht äußern, sagt aber gegenüber FORMAT: "Unsere Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen."

Lesen Sie die ganze Story im aktuellen FORMAT 25/08!

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