Geldmaschine Festspielsommer

Die Top-Festivals im Vergleich: Wer die beste Auslastung, die lukrativsten Sponsoren, die nachhaltigste Umwegrentabilität erreicht und wie schwierig das Geschäft wird.

In Salzburg zeigen sich – vorübergehend, wie viele gleich beschwichtigen – lange Gesichter. Bisher treue Stars wie Anna Netrebko, Rolando Villazón, Elina Garanca, Neil Shicoff oder Vesselina Kasarova bleiben heuer dem Festspielgeschehen aus den verschiedensten Gründen fern. Da helfen auch die Bussis des Präsidiums mit den Primadonnen wenig. Der Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler, etwa Anna Netrebko besonders verbunden, gibt das Absagetreiben immerhin „zu denken“. Was zum Beispiel Landeshauptmann Erwin Pröll durchaus begrüßt: „Ich würde mir auch überlegen, was da los ist, scheinbar leidet die Attraktivität“, meint der Landesvater, der sich mit seinem Theatersommer Niederösterreich an gleich 23 Standorten generell zurückgesetzt fühlt.

Einige andere wollen durch den Abgang der Opern-Prominenz auch schon Rückgänge beim Kartenverkauf beobachten. Etliche Reihen, vor allem bei weniger starbesetzten Aufführungen oder im heiklen Bereich Schauspiel, blieben leer.

Gerbert Schwaighofer, Finanzvorstand der Festspiele, kann ein Finanzdebakel aufgrund von Stornos keinesfalls bestätigen. „Es ist“, glaubt er, „wie jedes Jahr, da hat es auch immer noch Karten gegeben. Wenn Netrebko absagt, singen andere.“ Die Mehrheit des Publikums akzeptiere auch Ersatzsänger. Für die Bilanz wirkten sich solche Überraschungen nicht negativ aus, zumal eine Kartenrückgabe nicht akzeptiert wird. „Für die Festspiele ist das kostenneutral“, so Schwaighofer, der bisher eine Auslastung von über 90 Prozent registriert und bis zum Ende der Spiele 95 Prozent erwartet.

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