Gefährliche Pufferzone

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Gefährliche Pufferzone

Die Hüter der Finanzmarktstabilität fordern immer mehr Eigenkapital von den Banken. Die Branche warnt vor negativen Folgen für die Konjunktur.

Brisantes Geheimpapier: Das "Klumpenrisiko“ der Austrobanken in Osteuropa soll laut Finanzmarktstabilitätsgremium (FMSG) durch zusätzliche "Risikopuffer“ minimiert werden. Die "potenziellen Krisenkosten“ und die "Verwundbarkeit“ der Republik werden im streng vertraulichen FMSG-Papier vom 10. März 2015 (Faksimile) adressiert.

Seit Herbst 2014 wacht das Finanzmarktstabilitätsgremium (FMSG) über Österreichs Bankenwelt. An der Spitze des für "makroprudenzielle Aufsicht“ zuständigen Gremiums stehen Alfred & Alfred: BMF-Sektionschef Alfred Lejsek als Vorsitzender und Alfred Katterl, der Leiter der wirtschaftspolitischen Abteilung im Finanzministerium (BMF), als sein Stellvertreter. Als oberste Wächter sollen die beiden Ministerialbeamten die regulatorische Lücke zwischen Notenbankern und Finanzmarktaufsehern füllen. Auch OeNB-Vizegouverneur Andreas Ittner und FMA-Vorstand Klaus Kumpfmüller sitzen im FMSG. Komplettiert wird der sechsköpfige Weisenrat schließlich durch Bernhard Felderer und Elisabeth Springler, die als Vertreter des Fiskalrats das große Ganze im Augen haben.

Für "gutachterliche Äußerungen zur Minderung von systemgefährdenden Entwicklungen“ sind Lejsek & Co laut Stellenbeschreibung ebenso befähigt wie zu Empfehlungen und Aufforderungen bei "potenzieller Bestandsgefährdung“ von Kreditinstituten und jeder "Systemgefährdung“, die es grundsätzlich zu verhindern gilt. "Sie wissen“, sagt Lejsek, "in meinen öffentlichen Äußerungen bin ich immer sehr zurückhaltend gewesen.“ Das möchte er beibehalten. Die "Stärkung der Finanzmarktstabilität“ ist immer das oberste Ziel. Öffentliche Diskussionen können kontraproduktiv und im Extremfall sogar eine Gefahr fürs Finanzsystem sein. Vorsitzender Lejsek sagt zur aktuellen Arbeit des FMSG knapp: "Kein Kommentar.“

Lesen Sie den ganzen Artikel in FORMAT Nr. 22/2015
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