Fußball-WM 2006: 32 Mannschaften, 64 Spiele, mehr als eine Milliarde Zuschauer erwartet

Und eine Cash-Cow. Vor allem für die FIFA.

In Berlin hat die Fußballweltmeisterschaft bereits begonnen, drei Wochen bevor das erste WM-Spiel angepfiffen wird. Auf dem Potsdamer Platz, dem gläsern-glitzernden Epizentrum der neuen deutschen Hauptstadt, hat die Deutsche Bahn ihre Konzernzentrale in eine Litfaß-Säule verwandelt. Ziemlich direkt wird darauf der WM-Titel für das Gastgeberland gefordert. Zehn Kilometer weiter, vor dem Berliner Olympiastadion, drängeln sich täglich bis zu 3.000 Menschen, die das Stadion besichtigen wollen. Auf der ganzen Strecke dazwischen jagt eine WM-Werbefläche die nächste, und die Straßen selbst sind so sauber, wie sie in Berlin noch nie waren.

Ganz Berlin, eigentlich ganz Deutschland, ist also bereit für das Spektakel. Vom 9. Juni bis 9. Juli steigt in Deutschland die Fußball-WM. Es wird die gigantischste Sportveranstaltung werden, die jemals über die Bühne gegangen ist. Und geht es nach dem Willen der deutschen Ausrichter und der FIFA, dann wird damit auch eine gewaltige Geldmaschine in Bewegung gesetzt.

Bis zu zehn Milliarden Euro werden durch die Fußball-WM umgesetzt. Und auch wenn das Gros davon in die diversen Infrastrukturprojekte vom Stadionbau bis zur Errichtung neuer Hotels bereits geflossen ist: Die deutschen Ökonomen rechnen, dass durch die WM unmittelbar rund vier Milliarden Euro in die deutsche Wirtschaft gepumpt werden. Zwei bis drei Milliarden sollen alleine die deutschen Konsumenten für das Spektakel WM ausgeben. Dazu rechnen Hotellerie und Gastronomie mit bis zu einer Million ausländischer WM-Touristen, die im Juni und Juli nach Deutschland kommen werden. Prognosen gehen davon aus, dass sie allein eine Milliarde Euro nach Deutschland bringen werden. Insgesamt rechnen etwa die Volkswirte des deutschen Industrie- und Handelskammertags mit einem zusätzlichen Wirtschaftswachstum durch die WM von 0,3 Prozent des BIP.

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