Freud für Manager: Psychoanalyse in der Wirtschaft. Konfliktlösung bis Teamfähigkeit

Management by Freud: Der Umgang mit psychischen Faktoren wird zum entscheidenden Erfolgsrezept im Wirtschaftsleben.

Kaum hat die Öffentlichkeit den Mozart-Overflow verdaut, steht das nächste Großkaliber nationaler Identitätsstiftung auf der Tagesordnung: Sigmund Freud, der Begründer der Psychoanalyse, dessen Geburtstag sich am 6. Mai zum 150. Mal jährt. Die Vermarktungsmaschinerie läuft auf Hochtouren – als Wirtschaftsfaktor ist Freuds Weg vom Unbewussten ins kollektive Bewusstsein ein erstaunlich kurzer. Aus dem Blickwinkel der Wirtschaft spielt Sigmund Freud aber keineswegs nur in der anlassbezogenen Auslotung seiner Breitenwirkung eine Rolle, seine Erkenntnisse bilden auch die Grundlage moderner Managementstrategien. Ausgehend von der oft recht kostspieligen – und wie sich am Beispiel der Bawag zeigt, aktuellen – Erfahrung, dass Top-manager im Windschatten der geforderten Dynamik mitunter auch eine unkontrollierte Egodynamik entwickeln, die den Boden der Realität als kleingeistige Spielwiese fürs Fußvolk definiert, rückt besonders seit den neunziger Jahren die Psychologie immer stärker in den Blickpunkt von Unternehmen. Managementtrainings, Coachingboom und psychologisch orientierte Kommunikationsberatung entwickelten sich zu einem prosperierenden Dienstleistungssektor, der – trotz einer gewissen Elastizität in der Seriosität (Stichwort: Astro-Coaching) – das handelnde Individuum im Zentrum unternehmerischen Denkens etablierte. Und damit auch die Theorien Sigmund Freuds.

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