Die Franken-Falle als schwarzes Loch

Die Franken-Falle als schwarzes Loch

Zuerst trieb die Euro-Abwertung Kreditnehmer zur Verzweiflung. Aber die Zusatzbelastung wird wegen schwächelnder Tilgungsträger sogar noch größer.

Die traurige Geschichte der Fremdwährungskredite in Schweizer Franken ist seit 28. Mai 2015 um ein weiteres, furchterregendes Kapitel reicher. Nämlich amtlich festgestellt, denn existieren tut das Problem schon viel länger. In einer Nebenbemerkung zur jährlichen Bilanzerläuterung hat OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny an diesem Tag von einer Verdoppelung der Deckungslücke von rund drei Milliarden Euro Ende 2014 auf 6,1 Milliarden Euro im ersten Quartal 2015 berichtet.

Schuld daran sei nicht nur die Freigabe des Franken-Kurses Mitte Jänner 2015, sondern auch die immer schlechtere Performance der Tilgungsträger. Kreditnehmer zahlen nämlich neben der Zinsen hauptsächlich in fondsgebundene Lebensversicherungen ein. Das so angesparte Kapital sollte bei Endfälligkeit die Darlehenssumme decken. Tut es aber in vielen Fällen nicht. Insgesamt belaufen sich die Franken-Kredite in Österreich auf rund 35 Milliarden Euro. Davon haften etwa 25 Milliarden bei privaten Haushalten – vor allem bei etwa 154.000 Häuslbauern – aus. Die meisten dieser Darlehen sind ab dem Jahr 2019 endfällig.

Wie ernst die Lage ist, zeigt die Tatsache, dass das Finanzmarktstabilitätsgremium am 1. Juni vier großen Banken – RZB, RBI, Erste Group und Bank Austria – strengere Eigenkapitalvorsorgen vorschrieb.

Lesen Sie die ganze Geschichte in FORMAT Nr. 23/2015
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