FORMAT: Zilk bezeichnet die Ausgrenzung der FPÖ als Fehler

In einem Gastkommentar für das aktuelle FORMAT spricht sich der ehemalige Wiener Bürgermeister Helmut Zilk (SPÖ) für eine breitere Zusammenarbeit zwischen SPÖ und FPÖ aus. "Ich mag Alfred Gusenbauer, und ich höre es mit großer Freude, daß er die jahrelange Ausgrenzung der Freiheitlichen seitens der SPÖ als Fehler bezeichnet." Zilk selbst habe nach eigenen Angaben bereits "vor 15 Jahren diesen Standpunkt vertreten" und sich "gegenüber Franz Vranitzky wiederholt die Zunge verbrannt."

Gusenbauer, so Zilk, "erteilt seiner Partei nun gottlob eine politische Lektion, die sie so lange nicht lernen wollte. Bis vor kurzem galt jeder Wähler der FPÖ unter Sozialdemokraten ja hinter vorgehaltener Hand als heimlicher Nazi. Diese pauschale Verteufelung Hunderttausender, die sich oft aus Protest entschieden hatten, ihre Stimme der Opposition zu geben, war eine politische Dummheit."

Auch für die Zukunft kann sich der ehemalige Wiener Bürgermeister eine engere Zusammenarbeit vorstellen. Zilk: "Ich glaube, es gibt da sehr viele Berührungspunkte - und wer weiß, vielleicht werden in Zukunft sogar programmatische Pfade daraus."

Zilks Nachfolger als Wiener Bürgermeister, der stellvertretende SPÖ-Vorsitzende Michael Häupl, sieht das hingegen völlig anders. Er spricht sich in einem FORMAT-Interview gegen mögliche Koalitionen zwischen SPÖ und FPÖ aus. Häupl: "Die FPÖ ist nicht in dem Zustand, ein Regierungspartner für die SPÖ zu sein. Sie wird das auch in einem absehbaren politischen Zeitraum nicht werden." Seiner Meinung nach war auch die Politik der Ausgrenzung richtig, die Vorbehalte, die Altkanzler Vranitzky gegenüber Jörg Haider hatte, gelten für ihn nach wie vor. Häupl: "Auch wenn sich vielleicht der Populismus der Anfangsjahre etwas gelegt hat. Die FPÖ ist nach wie vor von einer gehörigen Portion Rassismus und Antisemitismus geprägt."

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