FORMAT: Werbevertrag von Kartnig und
Sturm laut Ermittlungsbericht rückdatiert

Die Grazer Finanzbehörden erkennen angebliche Aufwendungen von Kartnigs Werbeunternehmen nicht an. Das berichtet FORMAT in seiner aktuellen Ausgabe. Laut dem Magazin vorliegenden Dokumenten werfen Steuerfahndung und Großbetriebsprüfung dem ehemaligen SK Sturm-Graz-Präsidenten vor, Rechnungen in Höhe von 4,8 Millionen Euro getürkt zu haben.

Kartnig, für den die Unschuldsvermutung gilt, gab laut FORMAT bei seiner Einvernahme als Verdächtigter im August des Vorjahres zu Protokoll, dass die Verrechnung dieser Aufwendungen aufgrund einer Werbevereinbarung zwischen dem SK Sturm und seiner Firma Perspektiven aus dem Jahr 1997 erfolgt sei und legte den ermittelnden Beamten die Kopie eines entsprechenden Gedächtnisprotokolls vor. Das Original dazu wurde kurz darauf auf gerichtlichen Beschluss bei seinem Steuerberater beschlagnahmt und stellte sich in der Folge für die Ermittler ebenfalls als getürkt heraus. Das Protokoll weist nämlich die Stempel beider Vertragspartner auf, wobei jener der Kartnig-Firma mit einer Telefonnummer versehen war, die dem Unternehmen erst Monate nach der angeblichen Vertragsbesprechung zugeteilt worden ist.

Unterdessen erhält Kartnig Unterstützung von Advofin. Der Prozessfinanzierer hat sich bereit erklärt, ein Verfahren Kartnigs gegen die Casinos Austria zu finanzieren. Der Sportmanager, der Millionen am Roulettetisch verzockt hat, hätte, so die Argumentation der Kartnig-Anwälte, von den Casinos gesperrt werden müssen.

Die gesamte Story lesen Sie im aktuellen FORMAT!

Kommentar
Oliver Greiner, Strategieberater bei Horváth & Partners.

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