FORMAT-Umfrage: Österreicher glauben nicht an Aufschwung

Die Österreicher sind nach wie vor skeptisch, was die Hoffnung auf wirtschaftlichen Aufschwung betrifft. Das geht aus einer FORMAT-OGM-Umfrage hervor. Demnach gehen 37 Prozent der Befragten von einer Verschlechterung der Konjunktur aus.

Ebenfalls 37 Prozent vermuten, daß die Situation in nächster Zeit gleich bleiben wird. Nur 20 Prozent sind optimistisch.

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Wie das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) am Mittwoch zu den Konjunkturtests für das 3. Quartal mitteilte, leidet die österreichische Wirtschaft unter einem Nachfragemangel und einem schwächer werdenden Exportwachstum. Dadurch deutet auch weiterhin nichts auf einen Wirtschaftsaufschwung hin. Von der Konsumnachfrage kämen demnach "kaum Konjunkturimpulse", und die Industrieunternehmen beurteilen die Geschäftslage neuerlich ungünstiger. Einziger Lichtblick: Die Bauwirtschaft befinde sich "in einem Aufschwung".

Die Preise auf Verbraucherebene bleiben weitgehend stabil. Die Inflationsrate lag im Juni bei 1,1 Prozent, verursacht durch den Rückgang der Importpreise, den verhaltenen Anstieg der Lohnstückkosten und die allgemeine Nachfrageschwäche, so das Wifo. Auf dem Arbeitsmarkt zeichne sich vor dem Hintergrund der Konjunkturflaute keine Erholung ab. In der Produktion sinke die Beschäftigung markant, die Dienstleistungsbranchen bieten hingegen zusätzliche Arbeitsplätze an.

PKW-Neuzulassungen angestiegen
Das Konsumentenvertrauen schwächt sich weiter ab, seit Jahresbeginn sank der Vertrauensindikator um 9 Prozentpunkte. Umfragen unter den Einzelhandelsunternehmen würden auf eine Stagnation der realen Umsätze auf dem Niveau des Vorjahres hindeuten, die Beschäftigung gehe im Handel "merklich zurück", warnen die Wirtschaftsforscher. Freuen darf sich der Kfz-Handel, die Pkw-Neuzulassungen überstiegen die Vorjahresmarke im 1. Halbjahr um 4,5 Prozent.

Schlecht läuft es auch beim Export
Das Exportwachstum schwächt sich ab, die Warenausfuhr war demnach von Jänner bis April nominell um nur noch 2,5 Prozent höher als im Vorjahr, die Warenzahlungsstatistik weise für Jänner bis Mai sogar einen Rückgang um 2 1/4 Prozent aus.

Starker Euro macht Probleme
"Sehr gedämpft entwickelt sich die Ausfuhr in den Binnenmarkt der EU und zu den ostmitteleuropäischen Handelspartnern, letztere blieb sogar unter dem Vorjahresergebnis", so das Wifo. Günstiger entwickle sich der Export in die "Hoffnungsmärkte" Südosteuropas. Die starke Aufwertung des Euro gegenüber dem Dollar - im Juli um 13 Prozent höher als im Vorjahr - dürfte aber nach Wifo-Einschätzung "den heimischen Exporteuren zunehmend Probleme bereiten".

In einem Aufschwung befinde sich die Bauwirtschaft. Der seit dem Sommer 2002 anhaltenden Verbesserung der Produktionsergebnisse im Tiefbau folgt nun auch ein Ende der mehrjährigen Flaute im Wohnungsneubau.

Wirtschaft innerhalb der EU stagniert weiterhin
Die Schwäche der Exporte nach Westeuropa belegt nach Wifo-Angaben die anhaltende Stagnation der Wirtschaft in der EU. Das von der Europäischen Kommission ausgewiesene Geschäftsklima in der Sachgütererzeugung habe sich im Juli neuerlich verschlechtert. Besser sei die Stimmung der Verbraucher. Vor allem in Deutschland und Frankreich habe sich das Verbrauchervertrauen in den letzten Monaten verbessert.

Leitl sieht auch Positives
"Die heimische Wirtschaft konnte heuer bereits in den ersten vier Monaten einen Handelsbilanzüberschuss von 300 Mio. Euro erwirtschaften", erklärte unterdessen Wirtschaftskammerchef Christoph Leitl. Von Jänner bis April 2003 legten die österreichischen Exporte demnach um 2,4 Prozent auf 26,2 Mrd. Euro gegenüber der Vorjahresperiode zu. Die Importe nahmen im gleichen Zeitraum um 0,3 Prozent auf 25,9 Mrd. Euro ab. Im EU-Schnitt fielen die Exporte um zwei Prozent.

Sehr zufrieden ist Leitl mit der Exportentwicklung nach China. "Die Exporte ins Reich der Mitte, das Japan als wichtigsten asiatischen Handelspartner schon längst überholt hat, behielten den Wachstumspfad bei", so der Wirtschaftskammer-Chef. In den ersten vier Monaten legten die China-Ausfuhren den Angaben zu Folge um 10,4 Prozent auf 270 Mio. Euro zu. (apa/red)

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