FORMAT: Turrini spricht über die "Causa Volkstheater"

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift FORMAT kritisieren Künstler und Politiker das Prozedere der Bestellung der neuen Volkstheaterdirektion durch Kunststaatssekretär Franz Morak und Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny.

Der Schriftsteller Peter Turrini spricht von einer "Schweinerei": "Daß Andrea Eckert nicht Direktorin des Volkstheaters geworden ist, ist zu akzeptieren. Ich hätte ihre Wahl als ein gute und richtige empfunden, aber natürlich ist Michael Schottenberg ein hervorragender Theatermann. Das ist die eine Sache. Die andere Sache ist die folgende: Noch vor der Wahl wird Frau Eckert mitgeteilt (und nicht nur ihr), daß Herr Morak sie als Direktorin nicht akzeptiert und im Falle ihrer Ernennung willens ist, die Subvention des Bundes für das Volkstheater zu kürzen. Mailath-Pokorny legt Frau Eckert nahe, ihre Bewerbung zurückzuziehen, was sie auch tut. Sie nennt die tatsächlichen Gründe für ihren Rückzug. Herr Morak bezeichnet diese als "absurd" Mailath-Pokorny schweigt, und Frau Eckert steht als Lügnerin und schlechte Verliererin da. Diese andere Sache kann man nur mit dem bezeichnen, was sie ist: eine Schweinerei."

Und SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer ortet "Abscheuliches": "Die Vorgänge, wie es zu dieser Volkstheater-Entscheidung kam, sind abscheulich. Denn man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, daß Franz Morak mit der Subventionskeule gedroht hat. Das beschädigt letztlich nicht nur Eckert, sondern auch Schottenberg - was beide nicht verdient haben, da beide außerordentliche Theatermenschen sind."

Der Wiener Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny meint dazu: "Für mich war Andrea Eckert in der engeren Wahl. Ihren Entschluß, die Bewerbung zurückzuziehen, um das Haus nicht zu schädigen, weil es keine Zustimmung des Bundes für sie gab, zeugt von Größe und war keineswegs 'absurd'."

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