FORMAT: Telekom Austria-Chef Boris
Nemsic bestätigt Interesse an der OTE

Telekom Austria-Chef Boris Nemsic bestätigte in einem Interview für FORMAT sein Interesse an der griechischen OTE. "Wir prüfen das sehr genau. Auch deshalb, weil die OTE im gleichen Raum, in Südost-Europa, expandiert wie wir. Es ist deshalb geradezu unsere Pflicht, uns damit zu befassen."

Ein Merger, bei dem der griechische Staat vice versa bei der Telekom Austria einsteigen würde, sei noch kein Thema gewesen, sagte Nemsic gegenüber FORMAT. "Nach heutigem Wissenstand geht es um einen reinen Anteilsverkauf." Es habe auch im Hintergrund keine Gespräche über einen Merger gegeben."Diese Idee haben Investmentbanker geprüft, weil sie auf der Hand liegt. Die beiden Unternehmen sind gleich groß, wir agieren in den gleichen Märkten, haben ähnliche Governance-Methoden und so weiter." Nemsic geht aber davon aus, dass der anstehende Anteilsverkauf nicht der letzte Schritt bei der OTE-Privatisierung bleibt. Mit einem Zusammenschluss würde ein hervorragender europäischer Player entstehen, sagte Nemsic.

In Griechenland werde anders als bei der serbischen Mobi63 der Preis nicht die einzige Entscheidungsgrundlage sein, so Nemsic gegenüber FORMAT. Man müsse sich vor Augen halten, dass die OTE ein sehr erfolgreiches und sehr gut geführtes Unternehmen sei. Nemsic: "Die Interessen der Käufer und Verkäufer müssen zusammen passen. Wir sind aber nicht die Favoriten. Globale Player wie Deutsche Telekom oder die spanische Telefonica werden wahrscheinlich ein Angebot legen."

Die Kulturen der beiden Unternehmen würden laut Nemsic jedenfalls zusammen passen. "Wir verstehen den Raum, in dem wir beide nebeneinander erfolgreich expandieren, und deshalb gehen wir davon aus, dass wir uns auch untereinander verstehen."

Das Gerücht, dass sich die Telekom Austria an dem rumänischen Mobilfunk-Betreiber Romtelecom, an dem die OTE zu 54 beteiligt ist, einkaufen könnte, dementierte Nemsic.

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