FORMAT: TA-Chef Heinz Sundt kontert Kritik an Drei-Millionen-Forderung

Nach dem gescheiterten Swisscom-Deal wird die Verunsicherung in der Telekom Austria immer größer. Finanzminister Karl-Heinz Grasser will TA-Chef Heinz Sundt nach Möglichkeit vorzeitig ablösen lassen, noch vor Ablauf von dessen Vertrag im April 2004. Das berichtet das Magazin FORMAT unter Berufung auf Telekom-Kreise.

Ein Punkt, um Sundt weichzuklopfen, ist eine Prämie von drei Millionen Euro, die der TA-General als Prämie für das Zustandekommen des Swisscom-Deals verlangt hatte. Sunst hätte aus dem Vorstand ausscheiden müssen und wollte eine Absicherung. Fix vereinbart war diese Summe allerdings noch nicht. In der Politik wird jetzt kolportiert, die Prämie wäre einer der Dealbreaker gewesen.

Heinz Sundt sagt dazu im FORMAT: "Da ging es nie um Absicherungen, es gab noch keine Vereinbarungen, der Abbruch der Verhandlungen war in keiner Weise tangiert." Zu den Gesprächen mit der Swisscom erklärt er: "Die Schweizer hatten sich die Besetzung von Vorstandsvorsitzendem und Finanzvorstand vorbehalten - und ich habe mit Swisscom-Chef Alder im besten Einvernehmen gerdet, in welcher Form ich dem Konzern weiter zur Verfügung stehen könnte; zum Beispiel in einer Beraterfunktion."

Zur generellen Diskussion um die Neubesetzung der TA-Führung meint Sundt im FORMAT-Interview: "Ich kann nur bestätigen, dass eine Vorstandsdiskussion dieser Art für ein Unternehmen schwer verdaubar sind. Werden die Verträge, die im April 2005 auslaufen, nicht möglichst frühzeitig abgesichert, dann heißt das Stillstand. Das muss man sehen."

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Peter Pelinka

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