FORMAT: Saab lockt mit Diskontangebot für Gripen

Mitten in die FPÖ-Krise um das Thema "Steuerreform vor Abfanjäger" platzt nun die unterlegene Eurofighter-Konkurrenz mit neuen Angeboten und Drohungen. Das berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT. Saab unterbreitet Verteidungsminister Scheibner ein Diskontangebot für den Gripen, Lockheed-Martin (F-16) fordert den sofortigen Stopp der Verhandlungen mit EADS.

Schwedens Verteidigungsminister Björn von Sydow unterbreitet seinem Amtskollegen Herbert Scheibner mit Datum 3. September ein Diskontangebot für den Gripen: Sechs bis acht Miet-Jets für 100 Millionen Euro bis 2005 - und anschließend 12 bis 18 Flugzeuge, geleast auf zehn Jahre mit Kaufoption für 500 Millionen Euro. Die Kosten für den Eurofighter belaufen sich auf mindestens 1,8 Milliarden Euro. Das Verteidigungsministerium winkt dennoch ab: "Ein derartiges Offert wäre nur während der offiziellen Ausschreibung als Alternative zulässig gewesen".

Gleichzeitig verlangt Lockheed-Martin (F-16) den sofortigen Stop der Verhandlungen mit EADS. Grund: Das Verteidigungsministerium hatte die F-16 vorzeitig aus dem Bewerb ausgeschieden. Jetzt wollen die Amerikaner, daß ihr Angebot umfassend evaluiert wird: "Das ist der einzige Weg, mit dem Österreich beweisen kann, daß unsere Rechte als Anbieter nicht verletzt wurden." Replik des Verteidigungsressorts: Lockheed-Martin habe sich aus Geheimhaltungsgründen geweigert, die Spezifikationen des Radarsystems der F-16 offenzulegen. Das sei ein Ausschließungsgrund.

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