FORMAT: Robert Holzmann als Grasser-Nachfolger?

Der gebürtige Grazer Robert Holzmann, der als Weltbankdirektor in Washington lebt und vor zwei Jahren bereits als möglicher Finanzminister der FP-VP-Regierung im Gespräch war, erklärt im neuen FORMAT seine grundsätzliche Bereitschaft, Karl-Heinz Grassers Nachfolge anzutreten.

Auf die Frage, ob ihn der Job des Finanzministers reizen würde, sagt Holzmann: "Ja, unter bestimmten Umständen. Grundsätzlich wäre es jetzt, anders als vor zwei Jahren, möglich, aus meinem Job bei der Weltbank auszuscheiden."

Zu seinen Bedingungen, den Finanzminister-Posten anzunehmen, sagt Holzmann: "Es müßten wirkliche Ausgabenreformen möglich sein, die es mittelfristig erlauben, auf die Abgabenquote von 40 Prozent zu kommen, die sich die Regierung zum Ziel gesetzt hat." Voraussetzung dafür sei "eine wirklich umfassende Pensionsreform, eine, die das Pensionssystem total verändert". Die heute 40-Jährigen würden nach seinem Modell erst "mit 70 bis 75 in Pension gehen. Allerdings wäre es möglich, daß sie vorher einige Jahre ein Auszeit nehmen, zum Beispiel zur Weiterbildung, vielleicht mit 60."

Keine Steuerreform
Eine Steuerreform hält Holzmann unter den derzeitigen Umständen für unmöglich: "Ohne Ausgabenreform können wir uns eine Steuerreform absolut nicht leisten. Ich kenne den Jörg seit 30 Jahren. Ich verstehe daher seine Motive, eine Steuerreform zu fordern. Aber sie zu machen, ohne sie mit Ausgabenreformen zu verbinden, wäre ein schwerer Fehler."

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