FORMAT: Rettberg kehrt nur bei freiem Geleit zurück!

Der seit über zwei Wochen flüchtige Ex-Libro-Chef André Rettberg meldet sich aus seinem Versteck erstmals zu Wort. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner aktuellen Ausgabe. "Ich bin unschuldig. Ich möchte so schnell wie möglich Gespräche mit der Justiz führen, um die Vorwürfe zu entkräften - auch öffentlich", so Rettberg über seinen Wiener Strafverteidiger Elmar Kresbach gegenüber FORMAT.

Rettberg weiter: "Ich fühle mich von der Justiz schlecht behandelt, Voraussetzung für meine Rückkehr ist, dass mir freies Geleit gewährt wird. Ich hoffe in diesem Punkt auf ein Einsehen der Justiz."

Konten auf Mutter überschrieben
Wie FORMAT auf Basis neuer Unterlagen aus der Gerichtsakte weiter berichtet, wurden zusätzlich zu den bereits bei der Wiener Esposa entdeckten 4,4 Millionen Euro weitere mutmaßliche Geldverstecke Rettbergs entdeckt. Die Kriminalpolizei stieß etwa auf ein Wertpapierdepot bei einer Salzburger Filiale der Creditanstalt, lautend auf Rettbergs Mutter. Einer Mitarbeiterin der Filiale Rainerstraße 2 hatte Rettberg am 22. Mai 2001 den Auftrag erteilt, das Depot mit der Nummer 0995-58255/00, das ursprünglich auf seinen Namen lautete, auf den seiner Mutter zu ändern. FORMAT zitiert aus der Ermittlungsakte: "Wie hoch diese Konten derzeit dotiert sind, und wann die jeweiligen Vermögenszugänge erfolgt sind, kann anhand der sichergestellten Unterlagen nicht verifiziert werden."

Wie FORMAT weiter berichtet, entdeckte die Kripo am 5. März des Vorjahres bei einer Hausdurchsuchung in Rettbergs Privatdomizil Unterlagen über ein Festgeldkonto bei der Bank Austria. Kontostand am 7. 2. 2003: 106.027,59 Euro. Zum gleichen Zeitpunkt hatte Rettberg in seinem Antrag auf Verfahrenshilfe angegeben, 1.000 Euro Arbeitslose im Monat zu kassieren und nur über ein Gesamtvermögen von 2.000 Euro zu verfügen.

Des weiteren zitiert FORMAT aus dem Vernehmungsprotokoll von Rettbergs in U-Haft sitzenden Rechtsanwalt Gerhard Eckert. Demnach hat Rettberg zudem über ein Wertpapierdepot bei der Oberbank mit einem ursprünglichen Gesamtwert von 360.000 Euro verfügt, aus dem er seine Anwälte bezahlte.

Wie FORMAT weiter aus dem Gerichtsakt zitiert, hat Rettberg die Spuren der in der Esposa geparkten Millionen offenbar zu verschleiern versucht. So floß das Geld von einem Konto der Wiener Investkredit zuerst zur Schweizer Treuhandgesellschaft Jura Trust AG, von wo aus es über Liechtenstein auf einem Konto der Wiener VCH und schließlich bei der Exposa landete.

Rettberg über seinen Anwalt gegenüber FORMAT: "Tatsache ist, dass ich jetzt kein Geld zur Verfügung habe. Das Geld, das an mich ausbezahlt wurde, habe ich völlig legal erworben."

Laut dem FORMAT-Bericht läuft die Interpol-Suche nach Rettberg auf Hochtouren. Die Kripo nahmen Hausdurchsuchungen bei Rettbergs Mutter in Salzburg, bei seiner Schwester in Niederbayern, und bei seinen Schwiegereltern in Tirol vor.

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