FORMAT: Post-Börsegang könnte ÖIAG bis zu 555 Millionen Euro Emissionserlös bringen

Die staatliche Beteiligungsholding ÖIAG darf bei einem Verkauf von 49 Prozent an der Österreichischen Post AG mit einem Emissionserlös von bis zu 555 Millionen Euro rechnen. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner aktuellen Ausgabe.

Der FORMAT exklusiv vorliegende "Jahresabschluß 2005 der Österreichischen Post AG"liefert die Basis für die Berechnung des Unternehmenswertes. Die Post wird laut FORMAT mit einem so genannten EBIT-Multiple zwischen sieben und elf bewertet. Der operative Gewinn (EBIT) der Post AG wird im Finanzbericht dokumentiert: "Das EBIT für 2005 zeigt, dass sich die positive Ergebnislage stabilisiert hat. Mit 95,1 Millionen Euro konnte der Vorjahreswert um 8,6 Millionen Euro oder zehn Prozent verbessert werden." Im Konzern verbuchte die Post bei einem Umsatz von 1,7 Milliarden Euro sogar ein EBIT von 103 Millionen Euro.

Auch der Vorsteuergewinn kann sich laut Post-Bilanz sehen lassen: "Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses, welches auch den Verkaufserlös der Postversicherung AG mit 9,3 Millionen Euro beinhaltet, sowie mit der Abschreibung der Post Paket Service GmbH von 36,5 Millionen Euro belastet ist, konnte ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 94,5 Millionen Euro erzielt werden."

Trotz der exzellenten Ergebniszahlen ist eine Veräußerung der Post-Immobilien nicht gänzlich verworfen worden. Post-Aufsichtsrat und XXXLutz-Mastermind Hans-Jörg Schelling gegenüber FORMAT: "Es gibt einen Beschluß, der den Vorstand ermächtigt, Immobilienverkäufe durchzuführen." Laut Bilanz 2005 wird das gesamte Immobilienvermögen der Post mit einem Buchwert von 434,4 Millionen Euro bilanziert. Am Markt sollen die Grundstücke und Gebäude laut internen Schätzungen aber eine runde Milliarde Euro wert sein.

Noch mehr Infos finden Sie in der aktuellen Ausgabe von FORMAT!

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