FORMAT: Piloten helfen AUA beim Sparen - "Mildes Sparpaket" mit Bordpersonal

AUA-Chef Alfred Ötsch und Bordbetriebsrats-Chef Wolfgang Hable haben sich nach mehrmonatigen Verhandlungen auf ein weitgehend akkordiertes mildes Sparpaket für Piloten und Flugbegleiter geeinigt. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin FORMAT, dem ein entsprechendes Konzept vorliegt, in seiner aktuellen Ausgabe. Vorgesehen sind moderate Anhebungen der Arbeitszeiten für das fliegende Personal bei gleichzeitigen Verbesserungen etwa bei freien Tagen.

Kernstück der Einigung ist ein Dokument des EU-Parlaments mit dem Titel "Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 3922/91 endg.", schreibt FORMAT. Darin definiert die EU zwecks Gewährleistung der Sicherheit für die Fluggäste das maximale, dem europäischen Bordpersonal zumutbare Arbeitspensum. Ötsch und Hable, die seit Beginn der Gespräche zu Stellungnahmen bereit sind, wollen nun die in dem Papier unter Abschnitt Q - "Beschränkung der Flug- und Dienstzeiten und Ruhevorschriften" - angeführten EU-Mindestgeregelungen als Standard in den AUA-Kollektivvertrag übernehmen.

Für das fliegende Personal bringt das einige Änderungen, schreibt FORMAT. So sind künftig 60 Arbeitsstunden innerhalb von sieben Tagen zulässig, bisher waren es 55. Die sogenannten Blockstunden - also Arbeitsstunden vom Anrollen des Fliegers bis zum Andocken am Flugplatz - steigen von 800 auf 900. Nicht übernommen wird die EU-Mindestregel von 90 freien Tagen im Jahr - was nicht einmal den Wochenenden entsprechen würde. Über diesen Punkt wird noch verhandelt, schreibt FORMAT.

Besser gestellt als bisher werden die AUA-Leute laut dem FORMAT vorliegenden Dokument bei der Berechnung freier Tage: Künftig zählt ein Tag nur dann als frei, wenn zwei Nächte dazu gehören. Eine weitere Neuerung: Während bei Austrian Arrows (vormals Tyrolean) und AUA bisher unterschiedliche Kollektiv-Verträge galten, sollen künftig auch die Regionalstrecken unter den Gesamt-KV fallen - die noch ausständige Zustimmung des Austrian Arrows-Betriebsrates vorausgesetzt.

Fazit laut FORMAT: Ötsch erzielt noch nicht quantifizierte Einsparungen bei Überstunden, die allein die AUA aber nicht retten werden. Das fliegende Personal bekennt sich zum Sanierungskurs, ohne substanzielle Verschlechterungen hinnehmen zu müssen.

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