FORMAT: Österreichischer Wettanbieter Starbet zieht sich aus Deutschland zurück

Die zurzeit ausschließlich in Deutschland tätige Wiener Starbet Gaming Entertainment AG hat einen Großteil ihrer Wettgeschäfte zugesperrt. Das Online-Geschäft von Starbet, das rund zwanzig Prozent des Gesamtumsatzes ausmacht, ging in der Vorwoche an den Linzer Glücksspielanbieter bet-at-home. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin FORMAT in seiner aktuellen Ausgabe.

Der deutsche Privatsender RTL und die Wiener Beteiligungsfirma Global Equity Partners (GEP) des Investors Michael Tojner sind mit je zwanzig Prozent die größten Aktionäre von Starbet. Der Rest gehört mehreren Anlegern aus Deutschland und der Schweiz.

Umsatz eingebrochen
Infolge des zugunsten des staatlichen Glücksspielmonopolisten ausgerichteten deutschen Zockergesetzes sind von den einst hundert Starbet-Geschäften nur mehr zwanzig übrig; der Umsatz brach von zwanzig Millionen Euro 2006 auf zuletzt zehn Millionen ein. GEP-Chef Michael Tojner und RTL-Boss Gerhard Zeiler bereiten nun Schadenersatzklagen gegen die Bundesrepublik Deutschland wegen entgangener Gewinne vor. "Die erste bringen wir in wenigen Wochen am Landgericht für Zivilrechtssachen Berlin ein. Danach folgen weitere in all jenen Bundesländern, wo wir Standorte schließen mussten", sagt Tojner zu FORMAT.

Glücksspielstaatsvertrag nicht EU-konform?
Starbet-Vorstand Christian Renk hofft auf ein Einsehen der deutschen Politspitzen, den mit Jahresanfang in Kraft getretenen Glücksspielstaatsvertrag wieder abzuschaffen, zumal dieser laut Renk private Wettanbieter diskriminiere und nicht EU-konform sei. "Das deutsche Glücksspielgesetz ist seit jeher zugunsten staatlicher Anbieter ausgerichtet. Mit dem per Jänner in Kraft getretenen Glücksspielstaatsvertrag wird es noch restriktiver. Davon betroffen sind vor allem private Anbieter von Sportwetten", so Renk gegenüber FORMAT.

Die ganze Story lesen Sie im aktuellen FORMAT Nr. 4/08!

Wirtschaft

Nach Air Berlin Pleite: Zittern bei Niki-Mitarbeitern

Geld

Börse: Europa und Schwellenländer bleiben attraktiv

Geld

Zwischenruf: Der EZB wird der Euro zu schnell stark