FORMAT: ÖIAG plant Wandelanleihe für Voest

Die ÖIAG intensiviert ihre Privatisierungsbemühungen, konkret bei der Voest-Alpine und der AUA. Rainer Wieltsch (Bild), seit 1. Mai Vorstand der Staatsholding, bestätigt in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins FORMAT den Plan einer Wandelanleihe für den Stahlkonzern Voest-Alpine: "Das ist eine konkrete Überlegung, die ich auch für sehr vernünftig halte." Bei der AUA überlege man die Einführung von Namensaktien, so Wieltsch.

Die Wandelanleihe würde Anlegern neben einer fixen Verzinsung das Recht bieten, zu einem späteren Zeitpunkt - im Gespräch sind drei Jahre - zu einem vorher festgelegten Preis Aktien zu erwerben. Der Voest-Anteil der ÖIAG, derzeit 34,7 Prozent, würde auf diese Weise automatisch absinken. Wieltsch im FORMAT: "Ein attraktives Produkt für den Kapitalmarkt und für uns eine Möglichkeit des schonenden Rückzugs." Wieltsch schließt auch eine direkte Reduktion der Voest-Beteiligung nicht aus: "Wenn österreichische Investoren kommen, soll es an uns nicht scheitern."

Einführung von Namensaktien bei AUA geplant
Bei der AUA bestätigt Wieltsch, der dort auch Aufsichtsratspräsident ist, die Überlegung, Namensaktien einzuführen. Damit könnten die Luftverkehrsrechte, die an eine österreichische Mehrheit gebunden sind, auch ohne Staatsholding garantiert werden. In der Folge könnte die ÖIAG dann, so Wieltsch im FORMAT von ihren aktuell 39,7 Prozent "auf 25 Prozent zurückgehen oder langfristig ganz aussteigen." Präferiert werden bei der AUA Finanzinvestoren und nicht der Einstieg einer anderen Airline als strategischer Partner.

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