FORMAT: Martin Schlaff löste Bawag-Konten auf - Neuer Verdacht gegen Horngacher!

Der Unternehmer Martin Schlaff hat seine langjährige Geschäftsbeziehung mit der Bawag-PSK aufgelöst. Dies berichtet das Wirtschaftsmagazin FORMAT in seiner aktuellen Ausgabe. Martin Schlaff verfügte laut der FORMAT exklusiv vorliegenden Bawag-Kreditakte "MS Privatstiftung" vom Juni 2005 über ein Guthaben in der Höhe von 114,7 Millionen Euro. Geld, das nun überwiegend auf Konten in der Schweiz und Liechtenstein gebunkert sein soll.

Wirtschaftspolizeiliche Ermittlungen brachten laut FORMAT neue Informationen über den ehemaligen Bawag-General Helmut Elsner und den suspendierten Wiener Polizeikommandanten Roland Horngacher ans Tageslicht.

Das Büro für Interne Angelegenheiten im Innenministerium überprüft Hinweise, wonach Horngacher nicht nur private Polizeiabfragen für Elsner durchgeführt haben soll, sondern sich auch um Strafzettel der Familie Elsner, etwa wegen Falschparken oder Geschwindigkeitsüberschreitung gekümmert hat.

Zudem dokumentieren FORMAT exklusiv vorliegende Spesenabrechnungen wie Elsner in den Jahren 1998 bis 2003 auf Firmenkosten in Saus und Braus lebte. Der Bank entstanden in diesem Zeitraum Kosten von mehreren hunderttausend Schilling im Jahr. Weil alle Elsner-Ausgaben nicht zentral verbucht wurden ist die genaue Höhe laut FORMAT noch nicht feststellbar - einige Beispiele:
- Im Jahr 1999 als die Karibikverluste eine Milliarde Euro ausmachten, ließ sich Elsner bei einem viertägigen Meeting in New York nur in einer Luxuslimosine kutschieren - Kostenpunkt: 30.054,33 Schilling.
- Im Jahr 2000 als der Bawag-Schuldenberg mit rund zwei Milliarden Euro den Höhepunkt erreichte, entdeckte Elsner seine Liebe zu Privatjets. Sein bevorzugtes Modell war ein Learjet 44 der Grossmann Air (OE-GRO). Damit düste er etwa im August nach Düsseldorf (Kosten: 86.000 Schilling) und im September für einen Tag nach München (69.500 Schilling).
- Besondere Kühnheit bewies Elsner aber bei seinen Hotelbesuchen, wie etwa anläßlich einer Reise nach Hongkong. Im noblen Four-Seasons-Hotel "The Regent" musste die Bawag auch seine privaten Pay-TV-Rechnungen ("In House Movies") in der Höhe von 1.000 Schilling zahlen. Insgesamt kostete die sechstägige Sause 69.321,83 Schilling.

Lesen Sie die ganze Story im aktuellen FORMAT!

Steuern

ÖGB-Chef Foglar: „Der Wohlfahrtstaat geht sich auch in Zukunft aus“

Wirtschaft

Teuerungsrate zieht kräftig auf Zwei-Prozent-Marke an

Andreas Lampl, Chefredakteur trend

Standpunkte

Kern, Kurz oder Strache: "The winner takes it all"