FORMAT: Libro-Masseverwalter will 21,8 Millionen Euro einklagen

Libro-Masseverwalter Günther Viehböck hat eine Klage über 21,8 Millionen Euro gegen die Alteigentümer des später insolventen Buch- und Papierriesen Libro vorbereitet. Das berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner aktuellen Ausgabe.

Konkret vermutet Viehböck laut FORMAT aktienrechtliche Verstöße bei der Ausschüttung einer Sonderdividende im Jahr 1999 in Höhe von 440 Millionen Schilling (32 Millionen Euro) an die Libro-Altgesellschafter.

Das Geld ist laut FORMAT in eine Zwischengesellschaft, die UD AG, geflossen, 300 Millionen Schilling (21,8 Millionen) seien direkt an die Altgesellschafter überwiesen worden. Diese hätten am nächsten Tag bei der UD AG einen Kapitalerhöhung in ungefähr gleicher Höhe vorgenommen.

Diese Vorgangsweise, so die Rechtsansicht Viehböcks laut FORMAT, bedinge, dass die Kapitalerhöhung vielmehr als Sacheinlage zu betrachten sei, für die viel strengere Prüfauflagen gegolten hätten. Diese seien nicht erfüllt worden, weshalb die Zahlung von 21,8 Millionen Euro als nichtig zu betrachten sei und die Alteigentümer diesen Betrag der masse schulden.

Wie FORMAT berichtet, hat ein deutscher Masseverwalter in einem gleichgelagerten Fall Recht bekommen. Den Alteigentümern, darunter die UIAG, André Rettberg, Georg Wailand, Walter Babel, Karl Millauer und anderen drohen damit hohe Nachzahlungen.

Die formale Entscheidung für die Klage soll laut einem von FORMAT zitierten Mitglied des Gläubigerausschusses im März fallen. Im Mai werden in der Causa Libro die ersten Verjährungsfristen schlagend.

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