FORMAT: Kickbacks zwischen AMV und Bawag 1997: "Problem (...) beim Vorstand"

Zwischen der AMV Vermögensverwaltungs-GmbH (AMV) und der Bank für Arbeit und Wirtschaft (Bawag) sind in der Vergangenheit Kickback-Zahlungen geflossen. Die AMV ist die Vorgängergesellschaft des kollabierten Wertpapierdienstleisters Amis. Dies berichtet das Wirtschaftsmagazin FORMAT in seiner aktuellen Ausgabe.

Bei einem Treffen der beiden AMV-Manager Dietmar Böhmer und Harald Loidl mit ihrem Salzburg-Repräsentanten Wolfgang Petran im Sommer 1997 wurde die Entwicklung des "Euro-Fonds" und die damit verbundenen "Bawag-Kickbacks" besprochen. Der Inhalt des Meetings ist im FORMAT exklusiv vorliegenden "Protokoll zur Generalversammlung der AMV Vermögensverwaltungs-GesmbH" vom 8. August 1997 dokumentiert.

"P. hat die Aufstellung über die Kickbacks bis Februar erhalten", heißt es im Protokoll, "März und April fehlen, so dass er noch nicht komplett gegenrechnen konnte. P. ist aber bereit, 50 Prozent der Bawag-Kickbacks zu übernehmen. Herr C. (Anm.: ein Bawag-Manager) hat ihn bereits angerufen, ob und wann er nun bezahlt, da Bawag von Wien nur 50 Prozent erhalten hat." Nachsatz: "Problem des Restes liegt beim Bawag-Vorstand."

Welche Summen von der AMV als Kickbacks an Bawag-Manager geflossen und ob die Zahlungen widerrechtlich erfolgt sind, wird laut FORMAT im Rahmen der gerichtlichen Untersuchungen geklärt werden. Die in Untersuchungshaft befindlichen Ex-Amis-Bosse Böhmer und Loidl waren für FORMAT nicht erreichbar und werden von Staatsanwalt Georg Krakow demnächst einvernommen werden. Petran betont gegenüber FORMAT, keine Kenntnis über AMV-Geldtransfers an die Bawag zu haben und bestreitet alle Vorwürfe vehement: "Ich weiß dazu nichts und kann daher auch nichts sagen." Für alle beteiligten Personen gilt die Unschuldsvermutung.

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