FORMAT-Interview: Neuer Bahnchef Martin
Huber verteidigt Frühpensionierungen

Der neue ÖBB-Chef Martin Huber verteidigt in einem Interview im Magazin FORMAT die Überlegungen Richtung Frühpensionierungen bei der Bahn: "Rechtlich besteht diese Möglichkeit, das möchte ich schon festhalten. Wenn sie nicht gewollt ist, muss die Politik sie abschaffen. Die Bahnvorstände sind dem Aktienrecht verpflichtet: Und das schreibt vor, ich muss das Unternehmen betriebswirtschaftlich führen. Wenn es keine Kündigungsmöglichkeit gibt, muss mir erlaubt sein, über legale Alternativen nachzudenken."

In Richtung Finanzminister Grasser, der eine Frührentnerwelle bei den ÖBB strikt ablehnt, sagt Martin Huber im FORMAT: "Die Restrukturierung der ÖBB ist ein Auftrag an den Vorstand. Das kostet in jedem Fall Geld - am meisten in der derzeitigen Situation." Ob die Sanierung der Bahn gelingt, hängt laut Huber davon ab, "inwieweit das Management in die Lage versetzt wird, nötige Maßnahmen umzusetzen." Laufe es ab wie in den letzten sieben Tagen, werde es schwierig. "Wenn die Politik bestimmte Maßnahmen nicht will, wird die Restrukturierung einfach länger dauern", zitiert FORMAT den künftigen Bahnboss.

Huber will auch den Kündigungsschutz für 80 Prozent der 47.000 ÖBB-Mitarbeiter aufweichen: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir den jetzigen Zustand ad infinitum fortführen. Natürlich werde ich Gespräche mit der Gewerkschaft führen."

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