FORMAT: Hans Schmid klagt auch Steffl-Käufer - Streit um Gerngross AG eskaliert

Der Streit rund um den Verkauf der Gerngross AG mit den Kaufhäusern Steffl und Herzmannsky wird härter. Wie das Magazin FORMAT berichtet, brachte Ex-GGK-Chef Hans Schmid, der 25 Prozent an Gerngross hält, am 7. Dezember eine Anfechtungsklage gegen die Sparkassen Immobilien AG (SPI) wegen Sittenwidrigkeit ein, "weil wissentlich etwas gekauft wurde, was uns gehört", wie Schmid meint.

Die SPI hat vergangene Woche 75 Prozent an Gerngross von Christian Palmers für 92,6 Millionen Euro erworben. Schmid hatte schon zuvor auch Palmers auf Ausfolgung jener versprochenen Aktie geklagt, die ihm eine Sperrminorität bringen würde.

Nun ist Schmid erbost über die SPI, die ihm mitteilte, dass sie ihm die Aktie nicht geben werde. Die Sparkassen-Tochter musste bereits gegen ihre Pläne die alte Gerngross AG mit allen Altlasten kaufen, weil Schmid eine Abspaltung der Immobilien in eine "Gerngross neu" zu blockieren drohte. Mittlerweile bekam er laut FORMAT vom Gericht dafür sogar eine Einstweilige Verfügung zugesprochen. Und die kann auch in den Prozessen eine große Rolle spielen. Denn das Handelsgericht stellt darin fest, die Zusage der einen Aktie sei "... nach den Maßstäben des Provisorialverfahrens hinreichend bescheinigt".

FORMAT gegenüber vermutet Schmid, die SPI versuche, ihn auszuhungern, etwa durch eine geplante Gerngross-Kapitalerhöhung über 43 Millionen Euro, die seine Anteile reduzieren würde, die er aber mit Sperrminorität verhindern könnte: "Die Sache wird immer mysteriöser. Ich verstehe das Vorgehen der Käufer nicht, werde micht aber nicht um mein Recht bringen lassen."

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