FORMAT-Guide: Die Steuer-Kämpfer

Der Preiswettbewerb bei Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern nimmt enorm zu. FORMAT zeigt, welchen Verhandlungsspielraum jetzt die Klienten haben.

Der Tipp aus dem Freundeskreis, einen neuen Steuerberater auszuprobieren, erwies sich als goldrichtig. Zum ersten Mal erhielt die Wiener Lehrerin Beate Konzel, die wegen regelmäßiger Zusatzeinkommen einkommenssteuerpflichtig ist, eine Steuergutschrift. Bisher hatte die Angestellte trotz zahlreicher Belege über berufliche Ausgaben stets einige hundert Euro pro Jahr nachzahlen müssen. Von den Ende 2006 refundierten 900 Euro, die der Fiskus zurückzahlte, musste Konzel 300 Euro an ihren Steuerberater überweisen. Und das Honorar ist steuerlich absetzbar, was die Nettokosten auf bis zu 150 Euro drückt.

Ein guter Steuerexperte macht sich also schnell bezahlt – zumal die Honorare der Berater derzeit wegen eines grassierenden Preiskampfs unter Druck stehen. „Die Preissensibilität der Klienten und der Wettbewerb unter Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern haben in den letzten Jahren enorm zugenommen“, registriert Karl Bruckner, Chef der Wirtschaftsprüferkanzlei BDO Auxilia und Vizepräsident der Kammer der Wirtschaftstreuhänder. FORMAT erhob, was man derzeit für einen Steuerberater zahlen muss – von der einfachen Arbeitnehmerveranlagung bis zur Bilanzerstellung.

Stagnierende Umsätze. Österreichweit kämpft eine stark wachsende Zahl von derzeit knapp 10.000 Steuerexperten um ihr Auskommen, davon mehr als die Hälfte Steuerberater und rund zu je einem Viertel Wirtschaftsprüfer und selbständige Buchhalter. Demgegenüber bleibt der Kundenstock aus Konzernen, Unternehmen, kleinen Betrieben und Freiberuflern relativ konstant. Insgesamt erzielte die Zunft 2005 einen Jahresumsatz von 1,58 Milliarden Euro – gerade einmal um 1,9 Prozent mehr als im Jahr davor. Ein Großteil davon entfällt auf die Big Ten, allein der Marktführer KPMG kommt auf 137,5 Millionen Euro.

Die ganze Story lesen Sie im neuen FORMAT

Auto & Mobilität

Neuer Billigbus-Anbieter fährt Wien - Budapest

Der Apple Store an der Wiener Kärntner Straße

Wirtschaft

Brand- und Flagship-Stores: Handel in Händen der Hersteller

Interview

Wirtschaft

Handel: "Online und offline gehören untrennbar zusammen"