FORMAT: Grasser übt heftige Kritik an Teilen der FPÖ

In einem Interview mit FORMAT übt Finanzminister Karl-Heinz Grasser heftige Kritik an Teilen der FPÖ und auch Jörg Haider. Außerdem sagt er: "Ich bleibe zu 65 Prozent Finanzminister."

Der Kärntner Landeshauptmann hatte die Entscheidung Grasser als parteifreier Finanzminister unter Wolfgang Schüssel weiterarbeiten zu wollen damit kommentiert, dass nun die eigenen Leute die FPÖ kaputt machen würden. Grassers Replik ist deutlich: "Wenn jemand sagt, dass die eigenen Leute die Partei zerstören, dann sollten sich diejenigen einmal selbst bei der Nase nehmen und nicht mit dem Finger auf andere zeigen. Jene die Knittelfeld organisierten, haben Susanne Riess-Passer, Peter Westenthaler, Mathias Reichhold und mich in den Rücktritt getrieben. Diese haben zu verantworten, dass die Regierung geplatzt ist, dass ein Reformkurs nicht umgesetzt wurde. Der Vizekanzlerin wurde vorgeworfen, dass sie den freiheitlichen Wähler verrate. Faktum ist, dass unter ihrer Parteiführung, die FPÖ eine Zustimmung von mehr als 20 Prozent hatte. Wenn ich mir jetzt anschaue, wie viel Wählerzustimmung die Knittelfelder FPÖ bekommen wird, schaut das anders aus. Der Wähler entscheidet wer recht hat. Und der Wähler hat immer recht." Grasser weiter über Knittelfeld: "Da haben Leute gegen den Willen und hinter dem Rücken der Parteichefin einen Parteitag einberufen. Der dort geprägte Stil, das Mobbing, einfach die komplette Veranstaltung, waren unerträglich."

Ob die aktuelle FPÖ regierungsfähig sei, will Grasser nicht beantworten: "Der Wähler ist am Wort." Die Wahrscheinlichkeit auch in Zukunft Finanzminister zu sein beziffert Grasser mit "65 Prozent." Viel Lob gibt es für Bundeskanzler Schüssel. Grasser: "Ich schätze ihn sehr, er hat Handschlagqualität. Sein Durchhaltevermögen ist enorm, sein Verantwortungsbewußtsein ebenfalls.

Parallelen zieht das Noch FPÖ-Mitglied mit einem prominenten Monarchen aus der österreichischen Geschichte. Grasser: "Ich will die Reformen fortsetzen und nicht dass sich die Entwicklung der letzten Jahre umkehrt. Josef II war einer der größten Reformer, viele seiner Initiativen wurden aber wieder rückgängig gemacht. Ich will dieses Land nachhaltig verändern."

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