FORMAT: Exklusiver Bericht der Finanz-
marktaufsicht belastet Julius Meinl schwer

Bislang geheime Sachverhaltsdarstellungen der Finanzmarktaufsicht (FMA) an die Staatsanwaltschaft Wien zur Causa MEL bringen Julius Meinl V. in arge Bedrängnis. In einem Bericht, der dem FORMAT exklusiv vorliegt, wird Meinl als der Drahtzieher hinter den umstrittenen Zertifikatsrückkäufen bei MEL dargestellt. Die FMA stützt sich in dem Bericht auf Aussagen des jetzigen Meinl Bank-Vorstandes, Günter Weiß, der ausgesagt haben soll, Julius Meinl sei über Zertifikatsrückkäufe stets informiert worden und es wurde nach dessen Vorgaben gehandelt.

Die Meinl Bank, die ja immer dementiert hat, dass Meinl selbst in diese Transaktionen involviert war, vollzieht angesprochen auf den Bericht nun einen Kurswechsel: Die Zukäufe Anfang 2007 hätten, so die Bank, bereits in Zusammenhang mit dem Einstieg eines strategischen Investors bei der MEL stattgefunden. Darüber hätte der Vorstand der Meinl Bank Bescheid gewusst. Die Meinl Bank agierte aber immer nur auf Auftrag der MEL.

Für geschädigte MEL-Anleger könnte dieser Bericht bedeutsam sein, denn eine persönliche Haftung von Julius Meinl V. scheint nun recht aussichtsreich zu sein. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Betrug und Untreue.

Die ganze Geschichte lesen Sie im FORMAT 35/08

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