FORMAT: EADS droht bei Vertragsauflösung mit Rückzug aus den Gegengeschäften

Im Zuge des Eurofighter-Ankaufs wurden bisher im Gegengeschäftsbereich rund 500 offset-Geschäfte mit einem Volumen von 900 Millionen Euro abgewickelt. In der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins FORMAT droht nun EADS-Manager Klaus-Dieter Bergner, in Österreich für die Abwicklung der Gegengeschäfte zuständig, mit weitreichenden Konsequenzen, sollte die Republik aus dem Eurofighter-Kaufvertrag aussteigen.

Bergner gegenüber FORMAT: "Selbstverständlich würde ein solcher Schritt auch Konsequenzen bei den Gegengeschäften nach sich ziehen. Ich würde meine Sachen packen und das Büro räumen." Eine Vertragsauflösung wäre, so Bergner, für die gesamte österreichische Industrie nicht förderlich und er warnt vor möglichen Auswirkungen auf den Wirtschaftstandort: "Das internationale Kapital nimmt sehr aufmerksam zur Kenntnis, wenn man sich auf Verträge mit der österreichischen Regierung nicht verlassen kann."

Zu den Entwicklungen im Eurofighter-Untersuchungsausschuss meint Bergner: "Es ist hierzulande offensichtlich ein Volkssport, einen gültigen Vertrag zu crashen." Das Ehepaar Rumpold habe im Zuge der Eurofighter-Anschaffung einen "super Job" gemacht und ihm Gespräche mit Alfred Gusenbauer oder Michael Häupl verschafft.

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