FORMAT-Dossier, der Bawag-Krimi: Wie die Bawag in den Karibikstrudel gezogen wurde

Und: Papiere zeigen, dass das Finanzministerium bereits 2001 von Problemen in der Bawag informiert war.

Arbeitsfreie Wochenenden sind für Gerda Grausam auf längere Zeit nicht in Sicht. Schuld daran ist ausgerechnet die Gewerkschaft. Beziehungsweise deren Bank. Die Untersuchungsrichterin am Wiener Landesgericht für Strafsachen buddelt derzeit in einem gigantischen Aktenberg, um sich einen Überblick über eine der spektakulärsten Bankaffären in der österreichischen Wirtschaftsgeschichte zu verschaffen: die Verwicklungen rund um die Karibikgeschäfte der Bank für Arbeit und Wirtschaft AG (Bawag).

Im Zentrum der laufenden Investigationen stehen ein unter mysteriösen Umständen vergebener Bawag-Kredit von 350 Millionen Euro an den bankrotten US-Finanzriesen Refco sowie vertuschte Verlustgeschäfte im Wert von einer Milliarde Euro. Für den mit dem Fall Bawag-Refco seit fast einem halben Jahr betrauten Staatsanwalt Ronald Schön reichte die Verdachtslage aus, um zu Wochenbeginn gerichtliche Vorerhebungen und Voruntersuchungen zu beantragen. Sein schwerwiegender, unter der Aktenzahl 242 Ur 92/06i formulierter Vorwurf: Die beteiligten Personen werden verdächtigt, die Paragrafen 146 – Betrug – und 153 – Untreue – des Strafgesetzbuches verletzt zu haben. Walter Geyer, Sprecher der Staatsanwaltschaft: „Bei Vermögensdelikten in dieser Größe drohen Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren.“

Damit hat sich die Causa rund um die Karibikconnection der Bawag (FORMAT 12/06, „Verschollen im Bermuda-Dreieck“) endgültig zum Wirtschaftsthriller entwickelt. FORMAT exklusiv vorliegende Bawag-Aufsichtsratsprotokolle und Prüfbe- >> >> richte der Nationalbank dokumentieren zudem die Täuschungsmanöver der Bawag-Organe.

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