FORMAT-Check 2006: Mehr Gehalt für Sie!

Nach einigen mageren Jahren gibt es heuer wieder deutlich mehr Spielraum für spürbare Einkommenszuwächse. FORMAT zeigt die besten Wege für höhere Gagen.

Stellen Sie sich vor, es gibt einen Job mit einem Jahresgehalt von 120.000 bis 150.000 Euro, und keiner geht hin. Dabei waren eigentlich Tausende Österreicher für diese Spitzengage infrage gekommen. Gesucht wurde nämlich vor kurzem ein HTL-Absolvent mit ein paar Jahren Berufserfahrung, der als technischer Betriebsleiter bei einem bekannten Vorarlberger Seilbahnproduzenten arbeiten sollte. Einziger Haken: Der Einsatzort lag in Nigeria; rund 300 Kilometer von der Hauptstadt Lagos entfernt und damit in unmittelbarer Nähe des dort tobenden Bürgerkrieges. Conrad Pramböck, Gehaltsexperte beim Personalconsulter Neumann International: „Es war einfach nicht möglich, einen einzigen passenden Bewerber für diese Stelle zu begeistern.“

Man muss nicht gleich nach Afrika gehen, damit die Bezahlung deutliche Sprünge macht. Allerdings ist ein Schritt ins Ausland derzeit der Beschleunigungsfaktor Nummer eins für die Gehaltskarriere. Gundi Wentner, Partnerin des Personalberaters Wentner-Havranek Deloitte: „Wer bereit ist, in die Reformstaaten zu gehen, kann sein Gehaltspaket durchaus um fünfzig Prozent und mehr steigern.“ Dabei ist das reine Gehalt nur die halbe Miete – es steigt in der Regel um bis zu zwanzig Prozent. Dazu kommen aber noch Annehmlichkeiten wie Dienstwohnung und Firmenauto, die man in vergleichbaren Positionen in Österreich im Regelfall nicht bekäme.

Spektakuläre Gehaltssprünge im Inland machten dagegen in den vergangenen Jahren nur Experten mit gesuchten Spezialkenntnissen oder Führungskräfte, die von variablen Bonuszahlungen profitieren. Bei einem durchschnittlichen Angestellten deckten die Gehaltszuwächse dagegen kaum mehr als die Inflation ab. Neumann-Gehaltsconsulter Pramböck: „In den letzten Jahren waren die meisten Arbeitnehmer schon froh, wenn ihr Job sicher war. In der Regel hat sich das Gehaltsgefüge deshalb nur um etwa drei Prozent im Jahr erhöht.“

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