FORMAT zur Causa Kartnig: Laut Gerichtsakt
vier Hauptvorwürfe gegen Ex-Sturm-Boss

Die Affäre um den ehemaligen Präsideten des SK Sturm Graz, Hannes Kartnig, weitet sich aus. Laut FORMAT vorliegenden Unterlagen haben Steuerfahndung Graz, die Großbetriebsprüfungsstelle und das Landeskriminalamt Steiermark seit fast einem Jahr die Finanztransaktionen der Kartnig Perspektiven Ankündigungs GmbH sowie des Fußballvereins SK Sturm durchforstet. Jetzt liegt der umfassende Akt auf dem Tisch der zuständigen U-Richterin Elisabeth Radl.

FORMAT zitiert in seiner aktuellen exklusiv aus dem Gerichtsakt. Demnach herrscht zum Beispiel noch immer Unklarheit über den Verbleib jener rund acht Millionen Schilling, die der SK Sturm als Ablöse für den Mittelfeldspieler Markus Schopp vom italienischen Fußballklub Brescia Calcio bekommen hat. Laut polizeilichen Ermittlungen übernahm Kartnig treuhändig diesen Betrag "und schloss ihn in seinem Safe ein, ohne ihn in weiterer Folge einer ersichtlichen Verwendung zuzuführen."

Des weiteren soll sich Kartnig - für den betreffend aller erhobenen Anschuldigungen die Unschuldsvermutung gilt - durch von Sturm ausgestellte Scheinrechnungen und fingierte Werbeverträge unrechtmäßig bereichert haben. Zudem entdeckten die Fahnder auf elf Sturm-Konten bei der Raiffeisenkassa St. Peter ungeklärte Geldflüsse in Höhe von über zwei Millionen Euro, "die aufgrund der vorliegenden Unterlagen keinem Verwendungszweck beim SK Sturm zugeordnet werden können." Und auch von jenen 39 Millionen Schilling, die Kartnig laut Casino-internen FORMAT vorliegenden Unterlagen in den letzten Jahren im Grazer Casino verloren hat, ist die Herkunft von 30 Millionen laut Ermittlungsbehörden bis jetzt völlig ungeklärt.

Kartnig wies FORMAT gegenüber nur zwei Tage vor seiner Verhaftung alle gegen ihn erhobenen Vorwürfe empört zurück. Auf Details wollte der ehemalige Sturm-Präsident unter Hinweis auf das laufende Verfahren erst gar nicht eingehen.

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