FORMAT: BayernLB droht mit Bawag-Ausstieg in 2004

Die Bayerische Landesbank (BayernLB) plant die Machtübernahme in der Bank für Arbeit und Wirtschaft (Bawag). Dies berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner neuesten Ausgabe.

BayernLB-Chef Werner Schmidt will laut FORMAT die "unternehmerische Führung in der Bawag" übernehmen und hat den Österreichischen Gewerkschaftsbund (ÖGB) zu einer entsprechenden Änderung des seit 1995 bestehenden Syndikatsvertrags aufgefordert. Die BayernLB hält 46 Prozent an der Bawag, der Rest ist im ÖGB-Besitz.

Für den Fall, daß der ÖGB seiner Forderung nicht nachkommt, droht Schmidt mit Konsequenzen. BayernLB-Chef Schmidt gegenüber FORMAT: "Wenn wir keine Einigung mit dem ÖGB erzielen, werden wir bis Ende 2004 unsere Bawag-Anteile verkaufen."

ÖGB-Finanzchef Günter Weninger weist den Führungsanspruch der BayernLB im FORMAT-Interview vehement zurück. "Es wäre unsinnig, mit einer bestehenden Aktienmehrheit die unternehmerische Führung aufzugeben", sagt Weninger und ergänzt: "Eine Änderung des Syndikatsvertrags wird es nicht geben."

Auf die Frage, ob der ÖGB sein Vorkaufsrecht bei der Bawag ausüben werde, stellt ÖGB-Finanzchef Weninger fest: "Wirtschaftlich gesehen macht es wenig Sinn, unseren Anteil von 54 auf 100 Prozent zu erhöhen: Das kostet viel Geld und bringt keine wesentlichen Vorteile."

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