FORMAT: Bawag-PSK verliert Jahresgewinn durch das Casino Jericho-Engagement!

Die Gewerkschaftsbank Bawag-PSK muss voraussichtlich 165,5 Millionen Euro aus dem Engagement beim Projekt Casino Jericho abschreiben. Damit liegt das Obligo deutlich über den bisher bekannt gegebenen 120 Millionen Euro. Das berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner aktuellen Ausgabe.

Das Gesamtobligo setzt sich laut einem FORMAT exklusiv vorliegenden Bawag-Vorstandsantrag aus einem Barkredit in der Höhe von 40,5 Millionen an die CAP Holding AG, einer Kreditlinie an die Liechtensteiner Bawag-Tochter Austost Anstalt von 120 Millionen Euro sowie sonstigen Verbindlichkeiten zusammen. "Die Cap Holding ist die Betreibergesellschaft des Hotel & Casino Jericho", heißt es in dem Vorstandspapier, "Rund elf Prozent an der CAP werden von der (Bawag-Tochter) Monte Brook Corporate Asset Management Ltd. gehalten, die zur Gänze über die Austost Anstalt finanziert ist."

"Die Kredite sind nicht werthaltig", sagt Bawag-PSK-General Ewald Nowotny gegenüber FORMAT. "Der tatsächliche Wertberichtigungsbedarf ist erst ermittelbar, wenn das Hotel verkauft ist und Rückflüsse aus einer Versicherung feststehen." Das im September 1998 eröffnete Casino Jericho ist seit Ausbruch der Krise in Palästina im Oktober 2000 geschlossen. Laut FORMAT wird mit einem Wertberichtigungsbedarf von insgesamt 165,5 Millionen Euro im Jahr 2007 gerechnet - zum Vergleich: Die Bawag verbuchte 2004 einen Gewinn von 113,3 Millionen Euro.

Die gesamte Story lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von FORMAT!

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