FORMAT: Bawag soll von Ex-Refco-Chef
jahrelang direkt missbraucht worden sein

Laut einer Klage von US-Anwälten soll die Bawag vom Ex-Chef des insolventen US-Wertpapierhauses Refco jahrelang direkt für Bilanztricks missbraucht worden sein. Dies berichtet das Wirtschaftsmagazin FORMAT in seiner aktuellen Ausgabe.

In einer FORMAT vorliegenden Klage der amerikanischen Anwaltskanzlei Schiffrin & Barroway finden sich erste Indizien dafür, dass die Gewerkschaftsbank direkt in die Bilanzmanipulationnen von Ex-Refco-Boss Phillip Bennett verwickelt sein könnte. Bennett hat jeweils vor dem Bilanzstichtag umfangreiche Geldkreisläufe in Gang gesetzt. Dabei soll laut Klage auch die Bawag eine Rolle gespielt haben:

Am 28. Februar 2003 landeten laut FORMAT demnach 175,2 Millionen Dollar der Bawag Overseas Inc. bei der im Eigentum von Bennett stehenden Refco Group Holdings Inc. (RGHI) - "die kurz nach dem Jahresabschluss wieder verschwanden." Am 29. Februar 2004 wiederholte sich das Spiel - diesmal sogar mit 210,2 Millionen.
Die Bawag versichert bisher glaubhaft, nie etwas von Bennetts Schönfärberei der Buchhaltung gewußt zu haben.

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