FORMAT: Bawag-Chef Johann Zwettler wußte nichts von den Refco-Troubles

Der schwer unter Beschuss geratene Bawag-Chef Johann Zwettler wußte nichts von den wirtschaftlichen Schwierigkeiten des insolventen US-Wertpapierhauses Refco und will nun mit Klagen gegen Ex-Refco-Chef Phillip Bennett vorgehen. Dies berichtet das Wirtschaftsmagazin FORMAT in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe.

Gegenüber FORMAT sagt Zwettler: "Uns war nicht bekannt, daß die Refco Group Holding Inc. des Herrn Bennett in Schwierigkeiten steckt. Als Grund für die Kreditaufnahme hat er die Tilgung einer Zahlungsverpflichtung angegeben. Wir haben uns das angeschaut und den Kredit im Rahmen der vom Aufsichtsrat genehmigten Linien vergeben."

Zwettler über die Beziehungen zu Refco: "Früher hat mein Amtsvorgänger Helmut Elsner den Kontakt zum Vorstandsvorsitzenden von Refco gehalten. Ich war dann einmal im Jahr in New York und habe Bennett dort getroffen. Er war auch immer wieder in Wien. Er war ein Mann, der Tag und Nacht gearbeitet hat. Es war auch bereits im Sommer ein Treffen für den Herbst in Wien vereinbart." Zu diesem für die Vorwoche geplanten Treffen samt Weinverkostung mit dem Bawag-Vorstand kam es allerdings nicht mehr, weil der Refco-Chef davor verhaftet wurde.

Zwettler versteht auch nicht, warum die Bawag vom Konkursgericht nun als größter Refco-Gläubiger geführt wird: "Wir haben den Kredit über 350 Millionen an eine Holdinggesellschaft vergeben, die im Einflussbereich von Herrn Bennett stand. Nach unserem Verständnis sind wir Gläubiger der Holding des Herrn Bennett und haben dafür seine Aktien an der operativen Refco als Sicherheit." Zwettler geht davon aus, daß die Refco entweder weiter existieren wird und die Bawag 34 Prozent der Aktien behält oder "dass wir bei allfälliger Liquidation unseren Anteil des Erlöses bekommen."

Lesen Sie die ganze Story im aktuellen FORMAT!

Geld

Vapiano trifft Gusto der Anleger erst nach dem Mittagstisch

Apple iOS 11: Das neue iPhone und iPad Betriebssyetem kommt im Herbst.

Digital

Vorhang auf: Das neue iPhone Betriebssystem Apple iOS 11

Auto & Mobilität

Plug-in-Hybride: Die Öko-Mogelpackungen