Fondsspesen: Verheizte Gewinne

Bei Fonds können Spesen kräftig an der Rendite zehren. FORMAT zeigt, was kassiert wird und warum Anleger ab November 2007 auch versteckte Kosten erfahren werden.

Sie wundern sich, warum Ihre Fonds schlechter abschneiden als die Konkurrenz? Mit einem Blick auf die jährlichen Managementgebühren ist die Erklärung oft schnell gefunden. Wer zum Beispiel 5.000 Euro in einem Fonds anlegt, der vor Spesen sieben Prozent pro Jahr erzielt, hat nach 20 Jahren bei jährlichen Spesen von einem Prozent 16.036 Euro angehäuft. Wenn die Kosten jedoch 2,5 Prozent betragen, sinkt das Endvermögen um 3.977 Euro auf 12.059 Euro. FORMAT zeigt, wie Sie erfahren, ob Ihr Fonds günstig wirtschaftet oder zur Spesenfalle wird, und was das neue Anlegerschutzgesetz bringt, das ab November 2007 die Geheimniskrämerei über die wahren Fondskosten endgültig beenden soll.

Spesen à la carte. Generell werden bei Fonds am Anfang fixe Kaufspesen, die bis zu fünf Prozent betragen können, verrechnet. Danach fallen jährlich Verwaltungsgebühren an. Als Faustregel gilt dabei, dass das Management von Anleihenfonds etwa 0,5 Prozent kosten darf, während bei Aktienfonds ein bis zwei Prozent zu berappen sind. Weitere Kosten entstehen für Wirtschaftsprüfung und Marketing. Immer häufiger wird auch eine jährliche Performancegebühr in Rechnung gestellt. Wer alle Kosten von Fonds direkt vergleichen möchte, sollte deswegen die Gesamtkosten, die „Total Expense Ratio“ (TER) analysieren. In dieser Kennzahl sind sämtliche laufenden Kosten für das Management, die Depotbank, für Wirtschaftsprüfung oder auch Marketing und Performancegebühr in einer Kennzahl vereint. Jede Bank und jeder Verkäufer muss diese Zahl bekannt geben, oft kann die TER auch via Internet gefunden werden (etwa unter www.voeig.at – „vereinfachte prospekte“).

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