Flow: Glück im Beruf

Das Glück ist kein Vogerl. Der berühmte US-Forscher Mihaly Csikszentmihalyi sagt, wie man im Job seinen „Flow“ erleben kann.

Mit welchen Gefühlen gehen Sie jeden Morgen ins Büro? Voller Energie, Neugier und Schaffenslust angesichts der Herausforderungen, die Sie erwarten? Oder antriebslos und vorsorglich abgestumpft, damit Sie die lähmende Routine irgendwie überstehen? Damit wären Sie nicht allein: Die Mehrheit der Arbeitnehmer, zeigt eine neue, weltweite Studie von Gallup, zählt bei der Arbeit nur die Stunden bis zum Feierabend und die Tage bis zum nächsten Urlaub.

70 Prozent der Deutschen machen demnach apathisch „Dienst nach Vorschrift“, 18 Prozent haben innerlich gekündigt, bloß magere zwölf Prozent gehen noch mit Engagement ans Tagwerk. In Österreich wurden zwar keine Zahlen erhoben, die Unzufriedenheitsskala dürfte jedoch der unserer deutschen Nachbarn ähneln: 57 Prozent aller heimischen Dienstnehmer wünschen sich im neuen Jahr nichts sehnlicher als einen neuen Job, ergab eine repräsentative Umfrage der Internet-Karrierebörse jobpilot.de im Dezember.

Das Glück finden also die wenigsten in ihrem Beruf. Glück im Beruf? Dieser Wunsch klingt auf den ersten Blick ohnehin seltsam. Ist das Glück denn nicht ein Tag am Palmenstrand, irgendwo in der Südsee, Tausende Kilometer vom Büro entfernt? Oder der geknackte Doppeljackpot beim Lotto, der endlich alle Wünsche wahr macht und einen von der Last der Lohnarbeit befreit?

Nein, widersprechen Glücksforscher dieser verbreiteten Annahme. Das süße Nichtstun macht einen zwar froh und gaukelt einem kurzzeitig Glücksgefühle vor, doch wahres, tiefes Glück entsteht, wenn man sich anstrengt, wenn man sich mit ungeteilter Aufmerksamkeit und Konzentration einer schwierigen Tätigkeit widmet und darin aufgeht.

„Flow“ nannte der US-Glücksforscher Mihaly Csikszentmihalyi (sprich: Tschik-Sent-Mihaji) jenen beinahe euphorischen Zustand, in dem man Zeit und Raum vergisst, in dem man nicht mehr nachdenkt, sondern sich die Arbeit von allein zu erledigen scheint. Mehr als zehn Jahre ist es her, dass der Forscher seine Studien im Weltbestseller „Flow“ veröffentlichte. Jetzt erscheint sein neues Buch, in dem Csikszentmihalyi sich wieder seinem Lebensthema widmet: „Flow im Beruf“ (ab Mitte Februar bei Klett-Cotta) erkundet das „Geheimnis des Glücks am Arbeitsplatz“.

Schlechtes Management frustriert das Team. Anders als in den meisten Ratgebern wird darin jedoch nicht der Einzelne zu seines Glückes Schmied erklärt. Csikszentmihalyi nimmt vielmehr diejenigen in die Pflicht, die Verantwortung für die Stimmung im Betrieb tragen – die Führungskräfte. Denn schlechtes Management, das ergab auch die Gallup-Studie, ist die Hauptursache des Jobfrusts. Am meisten störte die Befragten, dass sie nichts mitzureden hätten, dass die Vorgesetzten ihre Ideen nicht hören wollten. „Arbeitnehmer, die vom Management als Werkzeuge angesehen werden, die man wegtun kann, wenn sie nicht länger gebraucht werden“, erklärt Csikszentmihalyi die Folgen dieser mangelnden Loyalität, „sehen ihre Firma dann auch als nichts anderes als eine Maschine, die Gehaltszahlungen ausspuckt und darüber hinaus keine Bedeutung hat. Unter solchen Bedingen ist es schwierig, gute Arbeit zu leisten, geschweige denn seine Arbeit zu genießen.“

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